GEW NRW - Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Herzlich Willkommen bei der GEW in Bochum


 

 

Gemeinsam Essen Wir

Am Freitag, 9. September findet um 19 Uhr unser diesjähriges Sommerfest im Tanas am Schauspielhaus statt. Bei einem gemeinsamen Essen mit Jubilarehrung wollen wir es uns gut gehen lassen und uns nett unterhalten. Unkostenbeitrag für Mitglieder 15 €, Studierende / Lehramtsanwärter_innen 5 €, Nicht-Mitglieder / Begleitung 25 €, Begrüßungssekt frei, weitere Getränke auf eigene Rechnung, Anmeldung bis 31.08. unter info[at]gew-bochum.de


26.07.2016

Offener Brief an Felix Haltt (FDP)

Sehr geehrter Herr Haltt,

ich schätze es, dass Sie die von Herrn MdL Witzel angestoßene Debatte weiterführen. Jedoch bestärken Ihre auf der FDP-Homepage zu lesenden Erklärungen, teilweise in der WAZ vom 22.7.2016 abgedruckt, meinen Eindruck, dass die vorgetragene Position insgesamt nicht sachbezogen, sondern eher willkürlich ist. Drei Dinge fallen auf:

1.    In Ihrer Erklärung gehen Sie zwar auf den Hinweis des Herrn Breuer zur Beschulung von Flüchtlingskindern ein, nehmen jedoch nicht das eigentliche Argument auf, dass nämlich der Vergleich der Ergebnisse (LSE) von Grundkursen der Gesamtschule und denen der Realschule schlicht irreführend ist.

2.    Sie stützen sich zwar einerseits auf Zahlen aus der Beantwortung der kleinen Anfrage im Landtag, die aber zu eben dieser „Leistungsdebatte“ überhaupt keine Aussagen machen. Die diesbezüglichen Behauptungen erscheinen mir daher als Nebelkerzen, die bewusst – und eben aus ideologischer Motivation – in die Welt gesetzt werden. Das ist nicht mit der Seriosität von Politik vereinbar, die man als Bürger/-in erwarten kann.

3.    Für den Umgang mit den oben erwähnten Zahlen aus der Beantwortung der kleinen Anfrage, Drucksache des LT 16/12169, gilt dagegen: Die Deutung geht schlicht an den Tatsachen vorbei. Ich nehme hier zu Ihren Gunsten an, dass die Verzerrungen eher aus Unkenntnis erfolgten. Fakt ist jedoch: Die Stellenbesetzungssituation an Realschulen, die ja übrigens nicht in die Zuständigkeit der Stadt Bochum bzw. des Rates fällt, ist nicht etwa einer bewussten Benachteiligung dieser Schulform geschuldet, sondern ein Ergebnis der nordrhein-westfälischen Schulpolitik insgesamt, z.T. durch CDU und FDP seinerzeit mitverantwortet (Stichwort „Schulkonsens“). Die Unterbesetzung - gleichzeitig Grund für die häufig übervollen Klassen; beides beklagen wir als Gewerkschaft ebenfalls - ist ausschließlich Folge der Tatsache, dass zur Verfügung stehende Stellen an den entsprechenden Schulen in den schulscharfen Auswahlverfahren nicht besetzt werden konnten. Hierfür gibt es wiederum zweierlei Gründe: Erstens gibt es seit einiger Zeit zu wenige ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer in NRW insgesamt, zweitens orientieren sich die suchenden Kandidatinnen und Kandidaten verständlicherweise u.a. an dem Kriterium, ob eine Schule die Chance hat, langfristig zu bestehen. Hier spielt die Erfahrung eine Rolle, dass eine zunehmende Zahl von Realschulen schließen muss. Keinem Berufsanfänger ist es zu verdenken, wenn er angesichts dieser Situation auf andere „Pferde“ setzt.

Gerade letztere Zusammenhänge sollten Ihnen als Vertreter einer ausgeprägten Marktpolitik nachvollziehbar sein. Insofern würde ich mir wünschen, dass Ihre Partei sich für verbesserte Arbeitsbedingungen und eine angemessenere Bezahlung des Lehrerberufs stark macht – Faktoren, die zu einer Stärkung des öffentlichen Schulsystems beitragen würden. Dergleichen vermisse ich jedoch als Forderung Ihrer Partei, würde es aber gerade für eine Aufgabe der Opposition im Landtag halten.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrich Kriegesmann
GEW Stadtverband Bochum

P.S.: Diese Zuschrift wird als offener Brief auf unserer Homepage veröffentlicht.      


18.07.2016

Kritik an Gesamtschulen pure Ideologie?

GEW irritiert über Äußerungen von Witzel

Die jüngsten Äußerungen zur Qualität der Gesamtschulen in Bochum des MdL Ralf Witzel, FDP, irritieren die GEW Bochum. Deren Sprecher Ulrich Kriegesmann bringt es so auf den Punkt: „Entweder ist das ein trauriges Zeichen ideologischer Verbohrtheit des Herrn Witzel, oder er will einfach die Wirklichkeit nicht zur Kenntnis nehmen.“

Der GEW stellt sich die Frage, welche Befürchtungen  Herr Witzel eigentlich hat. Realschulen in Bochum müssen nach Herrn Witzels Aussage gestärkt werden. Das suggeriert, dass es hier ein Defizit gebe - nach Meinung Kriegesmanns abwegig: „Es scheint sich eher um eine ausgeprägte Phobie vor Chancengleichheit zu handeln, wenn Herr Witzel die Leistungsfähigkeit der Bochumer Gesamtschulen in Zweifel zieht.“ Die Wirklichkeit sehe indes anders aus:  Nicht nur die Zahlen der nach objektiven Leistungsmessungen vergebenen Abschlüsse spreche für sich. Insbesondere ist es ein Verdienst der integrativen Schulformen, dass Kinder in vielen Fällen bessere Abschlüsse erreichen als beim Übergang auf die weiterführende Schule prognostiziert – und darum muss es für die GEW gehen: Endlich den Zusammenhang von schlechten Aufstiegschancen und sozialer Umgebung zu überwinden! Nicht der absolute Leistungsoutput einer Schulform sei entscheidend, sondern die Entwicklungsmöglichkeiten, die sie Schüler*innen bietet, um das Beste aus ihren Möglichkeiten zu machen. So werde dann auch die beste Leistungsbilanz insgesamt erzielt. – Im Übrigen vergleicht Herr Witzel schlicht Äpfel mit Birnen, wenn er den Grundkurs der Gesamtschule als Bezug nimmt: Für einen dort vergebenen Realschulabschluss sind ausreichende Leistungen in mindestens zwei Erweiterungskursen notwendig.

Regelrecht boshaft seien die Unterstellungen zu einer Notenillusion: Wer solche „hinter vorgehaltener Hand“ geäußerten Parolen nachbete, wisse, dass er sich im Bereich der Spekulationen befindet, so wie schon immer auch Gymnasien in Bochum gerne nach dem Notenniveau und der leichten Erreichbarkeit von Zensuren verglichen worden seien – wohl eher aus Häme denn aus Gründen des Erkenntnisgewinns, so Kriegesmann aus langjähriger Erfahrung als Schüler und Lehrer in Bochum.

Was aber den Vorstoß von Herrn Witzel wirklich ärgerlich mache, sei die Ignoranz, mit der er dem Elternwille begegnet, der sich gerade in Bochum in eindeutigen Zahlen ausdrückt. „Wird den Erziehungsberechtigten hier unterstellt, sie wüssten angesichts eines überwältigenden Wunsches nach mehr Gesamtschulen nicht, wovon sie sprechen? Dass die Anmeldezahlen für Gesamtschulen seit Jahrzehnten über den Aufnahmekapazitäten liegen, hat ganz offenbar auch mit der Akzeptanz und der Zufriedenheit der Eltern mit diesen Bochumer Schulen zu tun – es hat sich herumgesprochen, dass die Kinder dort gut aufgehoben sind, auch weil hier die individuelle Leistungsfähigkeit den Maßstab setzt. Hier werden“, so Kriegesmann, „einmal mehr in populistischer Weise Klischees bedient, um der eigenen Position zu nützen.“

Der Wunsch der Eltern, für die künftige Generation die besten Bildungschancen zu sichern, sollte von einem Politiker akzeptiert und nicht mit Blick auf eine kleine, ängstliche Klientel zerredet werden, meint die Bochumer GEW.


05.07.2016

Belastung senken - Grundschullehrkräfte gerecht bezahlen

Gestern übergaben Konstanze Bosdorf-Wallace, Vorsitzende der Bochumer GEW Fachgruppe Grundschule, Daniela Lanz, Sprecherin des GEW Stadtverbandes Bochum, Margit Kraus, FG Grundschule und Bettina Koschmieder-Breyer, GEW Herne, dem Landtagsabgeordneten Serdar Yüksel 250 Unterschriften von Grundschullehrer*innen als Ergebnis einer Aktion, die von der GEW initiiert wurde.

An die Grundschullehrer*innen werden stetig steigende Anforderungen gestellt. Die nur noch historisch zu begründende schlechtere Besoldung der Grundschullehrkräfte im Vergleich zu anderen Schulformen wird von den Grundschullehrer*innen als fehlende Wertschätzung ihrer Arbeit empfunden. Gleichwertige Arbeit bei gleich langer Ausbildungszeit muss auch gleich entlohnt werden. Die GEW fordert A13/EG13 für alle Grundschullehrer*innen, mind. 10 Entlastungsstunden für zusätzliche Aufgaben pro Grundschule als Sockel plus weitere Stunden je nach Größe der Schule und Entlastungsstunden für alle Lehrerräte und Ansprechpartnerinnen für Gleichstellung.

Der Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel sagte seine Unterstützung zu.


15.06.2016

GEW gewinnt Personalratswahl Grundschulen

Mit großer Freude hat die GEW Bochum das Ergebnis der heute ausgezählten  Personalratswahlen an den Bochumer Grundschulen zur Kenntnis genommen. Mit 61 % der gültigen Stimmen hat die GEW die Mehrheit im örtlichen Personalrat Grundschulen nicht nur halten, sondern sogar um einen Sitz ausbauen können. „Ich gratuliere Konstanze-Bosdorf-Wallace als alter und neuer Personalratsvorsitzenden und ihrem Team ganz herzlich zu dem hervorragendem Ergebnis“, so Uli Kriegesmann, Sprecher der GEW Bochum. „Die jahrelange gute und äußerst engagierte Arbeit der GEW-Personalräte ist von den Kolleginnen und Kollegen mit ihrer Stimme honoriert worden.“

In den örtlichen Personalrat Grundschulen wurden von Seiten der GEW gewählt: Konstanze Bosdorf-Wallace, Stefan Parusel, Marion Wengler, Daniela Lanz, Margit Kraus, Marion Knopp und Katja Neuse.

Die Arbeit eines Personalratsmitgliedes erfordert viel Einsatz, Verlässlichkeit und gute Kontakte zu den Kollegien und der Dienststelle. Dazu Konstanze Bosdorf-Wallace: „Wir arbeiten alle schon viele Jahre als Lehrer_innen in der Schule und wissen daher, welche Probleme den Schulalltag belasten. Zudem haben wir durch unsere Arbeit in den vergangenen Wahlperioden einen guten Kontakt zu den Schulräten und den Sachbearbeiter_innen vor Ort entwickelt. Diese Erfahrungen können wir nun weiter nutzen. Wir werden uns auch in den nächsten vier Jahren für gute Arbeitsbedingungen, gerechte Bezahlung und fördernde Lehr-/ Lernorte einsetzen.“


14.06.2016

Menschenkette gegen Rassismus

Am 18. / 19.6. finden bundesweit in Hamburg, Berlin, Bochum, Leipzig und München Menschenketten gegen Rassismus statt. Aufgerufen hat dazu ein sehr breites Bündnis von DGB, Pro Asyl, AWO über Deutsches Kinderhilfswerk bis hin zum Zentralrat der Muslime.

In Bochum wird die Menschenkette am Samstag, 18. Juni vom Kirmesplatz an der Castroper Straße bis zum Rathaus gebildet. Die GEW Bochum hat eine Streckenpatenschaft für die Menschenkette an der Ecke Südring / Kortumstraße übernommen. Wir treffen uns dort um 12 Uhr. Gegen 12.30 Uhr soll sich die Menschenkette schließen. Ab ca. 13 Uhr gibt es eine Kundgebung auf dem Dr.-Ruer-Platz und anschließend ein gemeinsames Fest. Den Bochumer Aufruf und weitere Infos findet Ihr unter hier.


Für eine bunte weltoffene Gesellschaft! Werdet am 18.6. Teil der Menschenkette in Bochum!


08.06.2016

Von-der-Recke-Schule wiederbeleben

Die GEW Bochum hat sich bei ihrer Jahreshauptversammlung im Mai intensiv mit dem Thema „Kinderarmut im Ruhrgebiet und in Bochum“ auseinandergesetzt. Es referierte Thomas Groos, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Projektes zur Evaluation des Modellvorhabens des Landes NRW „Kein Kind zurücklassen“. Groos plädiert deutlich – im Sinne der lange erhobenen Forderung der GEW – dafür, Ungleiches ungleich zu behandeln. Sozial benachteiligte Kinder müssen besonders intensiv gefördert werden.

In diesem Zusammenhang sieht Daniela Lanz von der GEW Bochum einen Brief des ehemaligen Schulleiters Christoph Zimmermann an den Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. Zimmermann schlägt eine Wiedereröffnung der 2013 aufgelösten Von-der Recke-Schule in Bochum-Hamme vor. „Diese Anregung sollte bei den anstehenden Überlegungen zur Schulentwicklungsplanung berücksichtigt werden“, so Lanz. Im Wohngebiet des ehemaligen Schulgebäudes leben Kinder aus mehr als 20 Herkunftsländern, die zum Teil sozial benachteiligt sind. Dies wurde auch in Groos Ausführungen zum Thema „Kinderarmut im Ruhrgebiet“ sehr deutlich sichtbar.

Derzeit werden die Kinder aus Hamme mit Bussen zur Emil-von Behring-Schule in Hofstede gebracht. Hier handelt es sich um ein größeres System, in dem es den Kindern schwerer fällt, sich zurechtzufinden. Eine Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes an der Von-der-Recke-Straße als Grundschule würde es den Kindern ermöglichen, in ihrem Wohnumfeld zu verbleiben. Sie bekämen damit Förderung in einem überschaubaren System direkt vor Ort. Kontakte zwischen der Schule und den Familien könnten auf kurzem Wege stattfinden. „Durch einen engen Kontakt nehmen Eltern Schule ganz anders wahr“, so Lanz. „Die Schule wird von ihnen als Ort des Lebens und des Lernens erfahren und bekommt somit eine größere Bedeutung. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, die den Kindern zugutekommt, wird so erleichtert.“


07.06.2016

Wir bleiben am Ball – für eine gerechte Bezahlung!

GEW kämpft weiter für bessere Bezahlung der tarifbeschäftigten Lehrkräfte

Die GEW ist mit dem Abschluss des Tarifvertrags zur Eingruppierung der Lehrkräfte vom vergangenen Jahr nicht zufrieden. Sie setzt sich weiter für eine gerechtere Bezahlung der tarifbeschäftigten Lehrkräfte ein. Um weiter Druck zu machen, ruft die GEW zu einer Protestaktion am morgigen Mittwoch von 15 bis 18 Uhr vor dem Düsseldorfer Landtag auf.  Die Landesregierung wird aufgefordert, endlich ihre Verantwortung gegenüber den 40.000 Tarifbeschäftigten an den Schulen des Landes wahrzunehmen und sich auf Bundesebene für Verbesserungen einzusetzen.

„Unsere zentralen Forderungen zur Bezahlung von tarifbeschäftigten Lehrkräften sind in der letzten Tarifverhandlung 2015 nicht erfüllt worden, obwohl wir kompromissbereit waren, stattdessen gibt es nun sogar Verschlechterungen bei der Eingruppierung.  Deshalb konnten wir den Tarifvertrag nicht unterschreiben. Wir wollen zeigen, dass die GEW weiterhin "am Ball" bleibt und für eine gerechtere Bezahlung eintritt“, erklärt Jochen Bauer vom Vorstand der GEW Bochum.

Von Bochum fahren um 13.55 Uhr ab Gleis 3 Lehrkräfte mit dem Regionalexpress nach Düsseldorf. Alle Lehrkräfte, ob verbeamtet oder tarifbeschäftigt, sind zur Teilnahme eingeladen und können ihre Klassen und Kurse mitbringen. Diverse Ballspiele und sportliche Aktivitäten sollen zum Mitmachen anregen. Im Rahmen der Kundgebung werden Landespolitiker*innen zu einer Diskussionsrunde erwartet.


01.06.2016

Befristete Aussichten!

Surviving Mittelbau – was du wirklich wissen solltest, um dich erfolgreich durch den „Traumjob“ Wissenschaft zu kämpfen.

Derzeit haben neun von zehn wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen an deutschen Hochschulen nur einen Fristvertrag, die Mehrzahl davon mit einer Laufzeit von unter einem Jahr, viele als schlecht bezahlte Lehrbeauftragte.

Am 09.06. um 18:00 Uhr Luzia Vorspel wird vom wissenschaftlichen Personalrat (WPR) die Neuerungen mit dem novellierten Wissenschaftszeitvertragsgesetz, aber auch noch mal ganz allgemeine Informationen zu euren Rechten und Handlungsspielräumen mit befristeten Arbeitsverträgen in der Wissenschaft erläutern. Nach dem Vortrag wird es Raum für Fragen und Diskussion geben.

Die GEW-Hochschulgruppe und der WPR der RUB laden Interessierte ein, sich mit Ihnen über Fallen, Rechte und Handlungsmöglichkeiten mit befristeten Verträgen in der Wissenschaft auszutauschen.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 09.06. um 18:00 Uhr in Raum GABF 04/511 statt.


30.05.2016

Wir bleiben am Ball!

Für eine bessere Bezahlung der tarifbeschäftigten Lehrkräfte!

Unter dem Motto „Wir bleiben am Ball!“ finden am Mittwoch, 8. Juni von 15 – 18 Uhr auf der Landtagswiese in Düsseldorf verschiedene Aktivitäten  der GEW NRW für eine gerechte Bezahlung der tarifbeschäftigten Lehrkräfte statt.

Die GEW Bochum wird die Möglichkeit zur gemeinsamen Anreise organisieren und die Kosten für Gruppen-Tagestickets übernehmen. Gemeinsame Abfahrten finden statt von:

Bochumer Hbf um 13.55 Uhr, Gleis 3

Wanne-Eickel Hbf um 13.24 Uhr, Gleis 4

Dortmund Hbf 13.45 Uhr Gleis 11 (Treffpunkt Infopoint 13.30 Uhr)

Ab Düsseldorf Hbf Weiterfahrt mit der Straßenbahnlinien 708 / 709 bis HaltestelleLandtag / Kniebrücke.

!!! Bitte meldet Euch bis spätestens Dienstag, 7.6. um 16 Uhr unter info[at]gew-bochum.de mit Angabe des Abfahrtortes an, damit wir entsprechend viele Tickets kaufen können. Und kommt bitte etwas früher, damit wir uns auf dem Bahnsteig finden und die Verteilung der Tickets organisieren können!!!

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme!

Mehr zum Programm gibt es hier.


24.05.2016

Bildungspolitik und Kinderarmut

Auf ihrer gestrigen Jahreshauptversammlung hat die GEW Bochum auf ein Jahr voller schul-, bildungs- und gesellschaftspolitischer Aktivitäten zurück geblickt. Ein Schwerpunkt ist und bleibt die Forderung nach weiteren Gesamtschulen.
Dazu sehr passend referierte Thomas Groos zum Thema „Kinderarmut im Ruhrgebiet und in Bochum“. In dem Forschungsprojekt „Kein Kind zurücklassen“ wurde aufgezeigt, dass die (Kinder-)Armut im Ruhrgebiet in den letzten Jahren eklatant zugenommen hat. In Bochum sind die sozialen Schieflagen sehr gut im Sozialbericht nachzuvollziehen.
Ungleiches dürfe nicht gleich behandelt werden, so das Fazit von Groos. Schulen mit einer sozial benachteiligten Schülerschaft müssten eine spezifische zusätzliche Förderung bekommen. Bei der Landesregierung sei derzeit allerdings kein ernsthafter Wille dazu zu erkennen. So habe die Aufhebung der Grundschulbezirke zu einer deutlichen Entmischung der sozialen Lagen an den Schulen geführt. Wohlhabende, gebildete Eltern schicken ihr Kind eher auf eine entferntere Schule mit vermeintlich „besserem“ Einzugsgebiet als sozial benachteiligte. Die landesweite Wiedereinführung der Grundschulbezirke stehe trotzdem derzeit nicht auf der politischen Agenda.
In der anschließenden Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass die Bildungsausgaben sowohl in NRW als auch in Deutschland insgesamt erhöht werden müssten, um überhaupt eine bessere Förderung und Bildung zu ermöglichen.
Deshalb wird sich die GEW auch in Bochum weiterhin kommunal-, landes- und bundespolitisch für ein gerechtes Bildungssystem und soziale Gerechtigkeit einsetzen.


23.05.2016

Disput über TTIP

Die GEW Bochum engagiert sich mit vielen anderen Organisationen und Menschen gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP. 

Nun laden das Institut für soziale Bewegungen (ISB) und die Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM am Montag, den 30. Mai um 18:00 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17 zu einem Disput über TTIP ein. DiskussionsteilnehmerInnen sind: Jochen Bauer, Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Bochum; Hans-Peter Merz, Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet; Peter Scherrer, stellvertretender Generalsekretär Europäischer Gewerkschaftsbund, Brüssel; Stefan Schirm, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Uni; Sabine Stephan, Institut für Markoökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler Stiftung (IMK), Düsseldorf. Moderatorin ist Sabrina Zajak. Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Uni.

Jochen Bauer wird dabei seine bekannt kritische Haltung zu TTIP zum Ausdruck bringen.


18.05.2016

Kinderarmut im Ruhrgebiet

Am kommenden Montag, 23. Mai 2016 findet die Jahreshauptversammlung der GEW-Bochum statt. Nach einem Rückblick und Diskussion bildet das Thema "Kinderarmut" den thematischen Schwerpunkt. Als Referent haben wir Thomas Groos, der ausführlich zu diesem Thema geforscht hat, eingeladen. Nach seinem Vortrag wollen wir der Frage nachgehen, welche Schlüsse wir für die Bochumer Bildungspolitik ziehen müssen.

Unsere Versammlung findet von 17 bis ca. 20 Uhr in den Räumen der IFAK,  Engelsburgerstr. 168, 44793 Bochum statt


02.05.2016

GEW zeigt Flagge für Tarifbeschäftigte

Bei der zentralen Kundgebung zum 1.Mai in Bochum wurde Ministerpräsidentin Hannelore Kraft von GEW-VertreterInnen an ihre Zusagen beim 1.Mai 2012 in Dortmund erinnert, etwas für die Verbesserung der Einkommenssituation von tarifbeschäftigten Lehrkräften zu tun.

„Ich habe die gerechte Bezahlung von Angestellten ‚auf dem Schirm‘“, hatte Frau Kraft damals versichert. Nun lautete die Ansage auf dem GEW-Transparent: „Versprochen – gebrochen“. Darüber zeigte sich die Ministerpräsidentin „not amused“, reagierte auf die Kritik wenig souverän und ließ sich am GEW-Stand auf keine näheren Gespräche ein und berief sich auf die Verhandlungsautonomie der Tarifparteien, die von ihr nie infrage gestellt worden sei. Die GEW konterte: Auch NRW ist Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, die diesen „Überrumpelungsvertrag“ zur Eingruppierung von Lehrkräften mit dem Beamtenbund abgeschlossen hat. Und auch sonst hat NRW keine Initiative für seine Tarifbeschäftigten gezeigt (z.B. bei der Altersteilzeit).

Ebenfalls Flagge für die tarifbeschäftigten Lehrkräfte zeigte die GEW Dortmund beim dortigen 1.Mai des DGB. Mehr als 3000 TeilnehmerInnen hatte alleine der Demo-Zug zum Westfalenpark.


25.04.2016

1. Mai - Naziaufmarsch verhindern!

Aufruf: Bochum solidarisch!

Die NPD ruft landesweit zu einem Aufmarsch am 1. Mai 2016 in Bochum auf unter dem Titel „Asylbetrug macht uns arm. Wir arbeiten – Fremde kassieren.“
Mit dieser Parole sollen offensichtlich die rassistischen Stimmungen in der Gesellschaft verstärkt werden. Dagegen gibt es einen breiten Widerstand, der sich nicht damit begnügt, gegen den geplanten Nazi-Aufmarsch nur zu protestieren.
Wir wollen verhindern, dass Nazis durch Bochumer Straßen marschieren. Wir rufen deshalb dazu auf, schon  vor 14 Uhr an den Ort zu kommen, an dem sich die  NPD und andere Nazis treffen wollen. Die NPD hat ihre Auftakt-Kundgebung bisher für 14 Uhr am Hauptbahnhof angemeldet.
Unser Ziel ist es, dass dann dort, oder wo der Nazi-Aufmarsch sonst beginnen soll, so viele Menschen den Nazis die „Rote Karte“ zeigen, dass sie einpacken und nach Hause fahren müssen.


25.04.2016

Aufruf zum 1. Mai

Wir zeigen Hannelore Kraft die „Rote Karte“!

Treffpunkt zur Demonstration: 9:45 Uhr vor dem Bergbaumuseum
Kundgebung vor dem Rathaus: 11:00 Uhr


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der 1. Mai 2016 ist ein besonderer Tag! Die Gewerkschaften in Bochum sind Gastgeber der Hauptkundgebung zum Tag der Arbeit. Der DGB-Vorsitzende Andreas Meyer Lauber und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft werden zu uns sprechen.
Für uns ist das eine gute Gelegenheit, Hannelore Kraft auf die verfehlte Bildungspolitik mit Nachdruck hinzuweisen.

Das Land NRW ist ein schlechter Arbeitgeber:
•    Hannelore Kraft hatte versprochen, das Problem der ungerechten Bezahlung der tarifbeschäftigten Lehrkräfte lösen zu wollen (Versprechen gebrochen!)
•    Die Arbeitsverdichtung hat in den letzten Jahren stetig zugenommen
•    „Inklusion“ ist eine Mogelpackung, unter der Sparpolitik betrieben wird.
•    Es gibt keine ausreichende Vertretungsreserve.
•    Die Schüler-Lehrer Relation ist die schlechteste in Deutschland.
•    Eine Altersteilzeit für tarifbeschäftigte Lehrkräfte wird nicht verhandelt.
•    Das Land NRW hat als Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TD-L) mit dem Beamtenbund (dbb-Tarifunion) eine Entgeltordnung für Lehrkräfte abgeschlossen, welche viele Beschäftigte schlechter stellt.

Wir haben davon die Nase voll! Lasst uns Frau Kraft zeigen, was wir davon halten. Kommt am 1. Mai zur Demonstration und zur Kundgebung! Wir zeigen Hannelore Kraft die „Rote Karte“!


16.04.2016

GEW-Bochum fordert weitere Gesamtschulen

Die GEW Bochum begrüßt die Pläne der Stadt Bochum, die Gründung weiterer Gesamtschulen in Angriff nehmen zu wollen. „Hier ist dringender Handlungsbedarf, da ein hoher Anmeldeüberhang zu verzeichnen ist und die bestehenden Gesamtschulen seit Jahren überfüllt sind“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer.

Für das Schuljahr 2016/17 können 154 Neuanmeldungen an den vier Bochumer Gesamtschulen nicht aufgenommen werden und müssen an anderen Schulformen beschult werden. Das Recht auf freie Wahl der Schulform muss nach Sichtweise der GEW auch für Gesamtschulen gelten. Die bestehenden Gesamtschulen haben pro Jahrgang sechs Parallelklassen, obwohl sie als kleinere Schulen geplant wurden. Das führt dazu, dass Differenzierungsräume als normale Klassenräume genutzt werden müssen und Fachräume überbelegt sind, so Bauer. Pädagogischen Ansprüchen kann so nicht entsprochen werden.

Eine mögliche Überführung der Gemeinschaftsschule Bochum-Mitte in eine Gesamtschule stellt nach Meinung des Bochumer GEW-Vorstandes nur den berühmten ‚Tropfen auf den heißen Stein’ dar, da die zusätzliche Aufnahmekapazität begrenzt ist.

Des Weiteren wird eine Gesamtschule am Standort der Gemeinschaftsschule Bochum-Mitte die hohe Nachfrage nach einer Gesamtschule im Ortsteil Wattenscheid nicht lösen. Die Maria-Sybilla-Merian Gesamtschule kann diese im Ortsteil Wattenscheid aus pädagogischen Gründen nicht allein bedienen. Hier ist der Neugründung einer weiteren Gesamtschule dringend notwendig. Wattenscheid darf nicht zur bildungspolitischen Diaspora werden, so Bauer.

Eine Verkleinerung der bestehenden Gesamtschulen auf fünf Parallelklassen sowie der Anmeldeüberhang macht die Gründung von zwei bis drei Gesamtschulen nach Meinung der Bochumer GEW notwendig. An den Gesamtschulen wird gute Bildungsarbeit geleistet, was durch die Zahlen der qualifizierten Schulabschlüsse bewiesen wird. „Gute Bildung ist für Bochum auch aus ökonomischer Sicht ein wichtiger Standortfaktor“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer, „das sollten die Verantwortlichen bei der Stadt Bochum nicht vergessen“.


05.04.2016

Inklusion in Bochum

Gewerkschaft diskutiert mit Zuständigen

Die Inklusion an Schulen ist ein ehrgeiziges Projekt des Schulministeriums: Seit 2014 gibt es die gesetzliche Grundlage für ihre Umsetzung. Aber sie muss vor Ort gestaltet werden. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bochum will daher nachhaken und fragt, „Wie läuft‘s mit der Inklusion in Bochum?“

Dazu hat sie Verantwortliche aus der Politik sowie zuständige Lehrkräfte zu einer Podiumsdiskussion eingeladen: Teilnehmen werden die bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Sigrid Beer,  der Schulausschussvorsitzenden der Stadt Bochum, Ernst Steinbach (SPD) sowie Monika Pieper von den Piraten. Für die GEW nehmen die Sonderpädagogin Katja Seegers sowie die Grundschullehrerin Claudia Schürhoff an der Diskussion teil. Meike Stöcker (Erich-Kästner-Gesamtschule) wird ein kurzes Referat zur Einleitung geben, Manfred Diekenbrock (Graf-Engelbert-Gymnasium) übernimmt die Moderation.

Die Veranstaltung findet statt am Montag, 11. April, von 18 bis ca. 20 Uhr in der Aula des Neuen Gymnasiums Bochum, Querenburger Str. 43. Der Eintritt ist frei.  


05.04.2016

Solidaritätserklärung an die Beschäftigten der Stadt Bochum

Liebe Beschäftigte der Stadt Bochum,

der GEW – Stadtverband Bochum unterstützt eure Forderung nach 6 % mehr Gehalt.

Diese Forderung ist berechtigt, auch wenn die öffentlichen Arbeitgeber das alte Lied singen, dass die Kassen leer seien. In dieser Tarifrunde werden sie mit den Herausforderungen der Flüchtlingspolitik argumentieren.

Gerade die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Deutschland einen handlungsfähigen Öffentlichen Dienst benötigt, der gerecht bezahlt wird.

Geld ist vorhanden - die Steuereinnahmen sprudeln. Dennoch klagen einige Kommunen, die überschuldet sind. Jedoch liegt das an einer falschen Verteilungspolitik und einer verfehlten Wirtschafts- und Finanzpolitik.

Die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes sind nicht die Sparschweine, um die Politik von Finanzminister Schäuble, welche ein Spardiktat ist, zu finanzieren.

Der GEW – Stadtverband Bochum wünscht den Beschäftigten der Stadt Bochum Kraft und Durchhaltevermögen für die Tarifrunde.


Mit solidarischen Grüßen

Für den Vorstand der GEW Bochum
Jochen Bauer, Daniela Lanz, Ulrich Kriegesmann


16.03.2016

Weitere Gesamtschulen: GEW begrüßt Pläne der Stadt

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft begrüßt die Einsicht der Stadt, dass weitere Gesamtschulen in Bochum gebraucht werden – hält sie aber schon seit Langem für überfällig.


Der Vorsitzende der Gewerkschaft, Ulrich Kriegesmann, macht darauf aufmerksam, dass nicht erst in den letzten drei Jahren die Überhänge bei den Anmeldungen an Gesamtschulen gravierend sind. Die Forderung, weitere Standorte ins Auge zu fassen, wurde seitens der GEW immer wieder geäußert. Mit den aktuellen Anmeldungen hat sich die Situation zugespitzt: Die Zahl von 150 abgewiesenen Schülerinnen und Schülern spricht für sich.


Angesichts der räumlichen Enge in den bestehenden Schulen reicht es jedoch aus Sicht der GEW nicht aus, nur ein Projekt zu verfolgen: Moderner Unterricht, Ganztag, Inklusion und Sprachkurse erfordern Räume, die oft fehlen. Das wird an der Aufstellung von Containern schon überdeutlich. Wenn also die vier bestehenden Gesamtschulen mit bewährter Qualität weiterarbeiten wollen, müsste dort aus Sicht der GEW die Aufnahme neuer Schülerinnen und Schüler künftig reduziert werden. Dadurch entsteht weiterer Bedarf, der über den aktuellen Anmeldeüberhang von 150 deutlich hinausgeht.


Von der Seite der GEW erwartet man für die Schulentwicklungsplanung Konzepte, die zukunftsorientiert sind. Neue Standorte müssen die Situationen der verschiedenen Stadtteile berücksichtigen. Darüber hinaus dürfen an neuen Standorten nicht Notlösungen entstehen. „Im Sinne von Nachhaltigkeit“, so Kriegesmann, „ müssen Gebäudeplanungen und Ausstattung modernen Anforderungen für einen gute Qualität von Schule gerecht werden.“


15.03.2016

Unterrichtsausfall: „Einzelschule nicht allein verantwortlich machen“

Das Thema Unterrichtsausfall hat in den letzten Tagen wieder einmal für Schlagzeilen gesorgt: Nicht nur in Bochum, sondern im ganzen Land beklagen sich Eltern über hohe Quoten nicht erteilter Stunden an Schulen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat hierzu eine klare Meinung: „Wer angesichts seit Jahren zunehmender Aufgaben von Schulen will, dass das Kerngeschäft von Schule, der Unterricht, nicht auf der Strecke bleibt, muss die Schulen dafür angemessen mit Personal ausstatten!“ Den Aufgabenzuwachs sieht die GEW nicht nur durch Inklusion und Beschulung von Zuwandererkindern gegeben, sondern auch durch immer intensivere Herausforderungen bei Lehrplänen, Konzepten für Schwerpunktsetzungen, individuelle Förderung, Berufs- und Studienorientierung und vieles Weitere.

Die im WAZ-Artikel vom Freitag in den Fokus geratene Heinrich-Böll-Gesamtschule steht nach Ansicht der Gewerkschaft mit dem Problem nicht alleine da. Schon lange vor der Studie zum Unterrichtsausfall der Bochumer Professorin Bellenberg hat die GEW gemahnt: „Das Problem ist offenkundig, wir brauchen mehr Stellen.“ Ulrich Kriegesmann, Vorsitzender der Bochumer GEW, stellt mit Blick auf die Forderung nach einer genaueren statistischen Erfassung der Zahlen durch Elternverbände fest: „Vom Wiegen wird die Kuh nicht fetter!“

Seit Jahren fordert die GEW eine echte Vertretungsreserve, die langfristige Erkrankungen oder andere Fehlzeiten effektiv auffangen kann. Das System der Einstellung von Vertretungslehrkräften in NRW hält Kriegesmann für eine Mogelpackung. „Oft unzureichend qualifizierte Vertretungslehrkräfte werden nicht selten für nur einige Wochen in die Schulen geschickt, um dort Löcher zu stopfen. Eine Einarbeitung in die Aufgaben der Schule ist da kaum möglich, und es kommt hinzu, dass dieses System einen ungeheuren bürokratischen Aufwand mit sich bringt. Ganz abgesehen davon ist der öffentliche Dienst trauriger Vorreiter beim Abschluss von befristeten Verträgen: Schon das ist für die GEW nicht akzeptabel.“


01.03.2016

GEW kritisiert Lohndumping bei Beschulung von Flüchtlingskindern

 

Das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Bochum sucht auf seiner Homepage Lehrkräfte für die zusätzliche Beschulung von Flüchtlingskindern – erwartet wird eine Qualifikation für Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache, die an Universitäten oder Sprachinstituten erworben werden kann.

Vergütet werden soll diese Tätigkeit jedoch nach einer Lohngruppe des öffentlichen Dienstes, der sonst An- oder Ungelernte zugeordnet werden.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Bochum kritisiert diese Praxis scharf. Die angespannte Finanzsituation der Stadt und auch die besondere Situation beim Bedarf von Lehrkräften dürfen nach Meinung der GEW nicht dazu führen, dass Standards ausgesetzt werden und Lohndumping im Bildungsbereich betrieben wird. „Ein Lehrer verdient um die Hälfte mehr, als hier angeboten wird. Selbst die neben Lehrerinnen und Lehrern angesprochenen Studentinnen und Studenten erhalten im Landesdienst etwa bei Vertretungstätigkeiten in öffentlichen Schulen ein um 25 % höheres Gehalt“, so Ulrich Kriegesmann vom Vorstand der GEW.

Zu bedenken sei doch, dass jetzt schon ein großer Mangel an einigermaßen qualifizierten Fachkräften für Deutsch bestehe. Der Grund dafür findet sich genau hier: Ein Großteil der Dozentinnen und Dozenten haben sich wegen der prekären Beschäftigungsverhältnisse in diesem Bereich bereits umorientiert. „Es ist nicht akzeptabel, dass - angesichts einer zugegeben schwierigen Situation - die Lohnschraube im Bildungsbereich drastisch nach unten gedreht wird!“, so Kriegesmann.

Die oben erwähnten Stellenausschreibungen der Stadt Bochum finden Sie hier.


13.01.2016

Den Schulalltag erleichtern

Die Fachgruppe Grundschule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bietet am kommenden Montag, 18. Januar eine Fortbildung für Lehrer_innen zum Thema „Umgang mit schwierigen Kindern“ an. Dr. Jens Bartnitzky steht als Referent zur Verfügung.
 
In der Veranstaltung geht Dr. Barntitzky den Fragen nach: „Warum sind schwierige Kinder schwierig? Warum tun sie das, was sie tun? Und wie können wir damit umgehen?“. Dabei geht es nicht darum, die Kinder zu verurteilen, sondern vielmehr die Schule einmal aus der Perspektive der Kinder zu betrachten. So können die Fragen beantwortet und Handlungsperspektiven entwickelt werden.

Die Fortbildung ist kostenlos und findet in der Zeit von 16 bis 18.30 Uhr in der Aula der Regenbogenschule, Preins Feld 3, 44869 Bochum statt. Anmeldungen bitte an: konni@wallace-bochum.de oder 02327-790924. Eine Teilnahme von Kolleginnen und Kollegen aller Schulformen ist erwünscht.


11.01.2016

GEW kritisiert Lobbyismus an Schulen

Der GEW-Stadtverband Bochum kritisiert den wachsenden Lobbyismus von Unternehmensverbänden an Schulen. „Die Strategie der Unternehmenslobbyisten ist offensichtlich: Firmen wollen direkten Einfluss auf die Lerninhalte nehmen“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer.
 
Das jüngste Beispiel für fragwürdigen Lobbyismus ist der Versuch des Mitglieds der Geschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Peter Clever, das Erscheinen der Arbeitshilfe „Ökonomie und Gesellschaft“ durch Einflussnahme bei Innenminister De Maizière zu verhindern. „Ökonomie und Gesellschaft“, welches von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben wird, war daraufhin zunächst offiziell vergriffen. Nun ist das Arbeitsmaterial wieder erhältlich. Mitgearbeitet haben an der Erstellung so renommierte Wissenschaftler_innen wie Bettina Zurstrassen oder Tim Engartner. Mit Engartner hat die GEW-Bochum in der Vergangenheit Lehrerfortbildungen und Schülerseminare veranstaltet.

Die Arbeitshilfe „Ökonomie und Gesellschaft“ eignet sich als Unterrichtsmaterial für die Fächer Wirtschaft, Soziologie, Politik und enthält Kopiervorlagen, Filme und Arbeitshilfen zu Themen wie: Lobbyismus, Finanzkrise, Sozialstaat oder Herausforderungen an die Ökonomie im 21. Jahrhundert und kann während der Geschäftszeiten (Mo. - Mi. 11 -17 Uhr) in der GEW-Geschäftsstelle, Alte Hattinger Straße 19 eingesehen und auch ausgeliehen werden.


08.12.2015

Einladung zum 1. AK Flüchtlinge am 14. Januar 2016

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

für uns heißt es weiterhin: „Flüchtlinge willkommen!“

Viele von uns haben in ihrem beruflichen Alltag mit der Bildung von jungen und älteren Flüchtlingen zu tun. Wir wollen gute Arbeit leisten und helfen, was häufig nicht einfach ist. Beim Vorstand der GEW Bochum haben sich einige Mitglieder gemeldet, die aktiv werden wollen. Über dieses Interesse freuen wir uns sehr und möchten deshalb unsere Arbeit in diesem Bereich intensivieren und auf breitere Füße stellen. Wir laden Euch zu einem ersten Treffen ein:

AK Flüchtlinge
14. Januar 2016
16.30 Uhr
GEW-Geschäftsstelle, Alte Hattinger Str. 19

Zum einen wollen wir uns über unsere Erfahrungen in unserem Arbeitsumfeld austauschen und welche Forderungen daraus gegebenenfalls resultieren.
Zum anderen wollen wir überlegen, wie wir konkret auch ehrenamtlich helfen können z.B. durch die Einrichtung eines Sprachcafés.

Dazu seid Ihr herzlich eingeladen!

Für unsere Planung wäre es schön, wenn Ihr Euch bis zum 6. Januar 2016 unter info[at]gew-bochum.de meldet, wenn Ihr an dem AK teilnehmen wollt.

Mit solidarischen Grüßen
Ulrich Kriegesmann, Daniela Lanz, Jochen Bauer


08.12.2015

Unterrichtsmaterialien zur Eurokrise

Gunter Quaißer hat mit einer kleinen Gruppe von Kolleg_innen Bildungsmaterialien zur
Eurokrise erstellt. Dieses Projekt wurde von attac angestoßen und
organisiert. Unterstützt wurde es auch von der GEW.

Einen Flyer mit Infos zu den rund 140 Seiten umfassenden Materialien befindet sich als PDF unterhalb dieses Textes. Er kann gerne ausgedruckt und weitergegeben werden.

Zur Homepage zu den Materialien geht es über diesen Link.

Und der direkte Link zum Heft (das aber auch bei attac bestellt werden kann)
ist hier.


30.11.2015

Herzliche Einladung zum konstituierenden Treffen der GEW Hochschulgruppe Bochum!


Du steckst in befristeten Verträgen im Mittelbau fest und hast dadurch keine Planungssicherheit? Du arbeitest als SHK an der Uni und wunderst dich, warum du im Krank¬heitsfall die ausgefallene Arbeitszeit einfach nachholen musst? Du fühlst dich durch dein Studium nicht ausreichend für den Lehrer_innenberuf vorbereitet?

Dann bist du bei der GEW Hochschulgruppe genau richtig, denn wir kämpfen gemeinsam für faire Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft wie in den Bildungsberufen und setzen uns für notwendige Verbesserungen in der Lehrer_innen-ausbildung ein!

Bisher gab es in Bochum eine lose Arbeitsgruppe, die die Aktionswoche „Traumjob Wissenschaft“ und den GEW Stammtisch im November organisiert hat. Nun wollen wir gemeinsam und im größeren Rahmen die nächsten Aktivitäten der GEW Hochschulgruppe in Bochum planen, erste Schwerpunkte setzen und gemeinsam aktiv werden.

Da wir zusammen mehr erreichen können, laden wir euch herzlich zur konstituierenden Sitzung am Montag, den 14.12. um 19:00 Uhr in das Q-West an der Ruhr-Universität Bochum ein.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – kommt einfach vorbei, wir freuen uns auf euch!

Fragen zur Hochschulgruppe können hier gestellt werden: hib-bochum[at]gew-nrw.de



25.11.2015

Ergebnisse der GEW-Schulbefragung

Schulen sagen, was Schulen brauchen!

Seit dem Schuljahr 2014/2015 setzen engagierte Kolleginnen und Kollegen an den Schulen in NRW das 9. Schulrechtsänderungsgesetz um und haben damit begonnen, Schüler*innen mit und ohne Behinderungen gemeinsam zu unterrichten. Andere hatten bereits zum Teil langjährige Erfahrungen mit Gemeinsamem Lernen und setzen dies nun unter den neuen gesetzlichen Vorgaben fort.

Die GEW NRW fordert bereits seit Jahren eine Schule für alle Kinder und hat das Gesetz zur Umsetzung der Inklusion an Schulen begrüßt. Nach einem Jahr Erfahrung mit dem 9. SchRÄG ist es nun Zeit für ein erstes Fazit. Wie sieht es aus mit der schulischen Inklusion in NRW? Was läuft gut, wo muss nachgesteuert werden? Dabei sind die Erfahrungen der Expert*innen vor Ort von besonderem Interesse.

Die GEW NRW hat eine Onlineumfrage zur systematischen Bestandsaufnahme durchgeführt und den Kolleg*innen aus der Praxis die Möglichkeit gegeben, sich zu äußern. Mit den Ergebnissen können wir nun unsere Forderungen nach mehr Ressourcen und Unterstützung gegenüber dem Schulministerium bekräftigen.

Ergebnisse der Befragung und weitere Infos gibt es auf der GEW-NRW-Seite hier.


 27.10.2015

Rote Karte für Pro NRW

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Samstag gilt es erneut, Farbe gegen Rassismus und Ausgrenzung zu bekennen. Pro NRW hat für Samstag (31.10.) eine Kundgebung auf dem Husemannplatz angemeldet. Mit 10 – 15 Teilnehmenden soll von 11 – 13 Uhr gegen “Asylmißbrauch” gehetzt werden. Das Bündnis gegen Rechts, in dem wir mitarbeiten, wird in Bochum eine Gegendemonstration anmelden.

Da die Gespräche mit der Polizei noch ausstehen, steht der Ort noch nicht fest. Wir werden aber sicherlich zur gleichen Zeit in der Nähe der Pro-NRW-Kundgebung demonstrieren.

Sobald es neue Informationen dazu gibt, werden diese auf http://www.bo-alternativ.de/ veröffentlicht. Schaut dort ggf. bitte nach und kommt am Samstag in die Innenstadt.

Mit solidarischen Grüßen
Vorstand der GEW Bochum


 27.10.2015

! Umleitung zur Bildungsfinanzierung !

Am Donnerstag (29.10.) findet um 18 Uhr unsere Veranstaltung mit Gunter Quaißer zur Bildungsfinanzierung im Bahnhof Langendreer statt.

Bei der Anreise bitte beachten, dass der S-Bahn- und Zugverkehr immer noch nicht wieder normal läuft und der Bahnhof Langendreer aufgrund der Großbaustelle für die Linie 310 mit dem Auto nur über eine Umleitung zu erreichen ist.

Mit dem PKW ist der Bahnhof Langendreer wie folgt zu erreichen:

> aus Richtung A43, Innenstadt oder Ruhr-Uni: über Ümminger Straße > Auf den Holln > Gasstraße / Heinrich-Gustav-Straße > Wallbaumweg

> aus Richtung Langendreer oder Witten: über die Umleitung U4 über Unterstraße > Alte Bahnhofstraße > Lünsender Straße > Gasstraße / Heinrich-Gustav-Straße > Wallbaumweg

> Folgen Sie den Schildern "Bahnhof Langendreer"

Für alle Buslinien, die den Bahnhof Langendreer anfahren, gibt es Linienänderungen, siehe Faltblatt der Bogestra.


 26.10.2015

Mehr Geld für die Bildung?

Am kommenden Donnerstag, 29. Oktober stellt die GEW Bochum zusammen mit Gunter Quaißer (Memo-Gruppe) das Versprechen der Regierung einer „Bildungsrepublik Deutschland“ auf den Prüfstand. Informiert und diskutiert wird von 18 – 20 Uhr im Studio des Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108.
 
Jahr für Jahr stellt die OECD fest, dass die Bildungsreformen in Deutschland im Vergleich zu anderen Industrienationen nur langsam vorwärts kommen. Während andere Länder kontinuierlich und konsequent in Bildung investieren, wird in einem der reichsten Länder in diesem Bereich gegeizt. Dabei geht es nicht nur um ein Mehr an Bildung bzw. um ein Mehr an höherwertigen Abschlüssen. Auch die Qualität dieser Bildung steht auf dem Prüfstand.

Wie muss eine Bildungslandschaft aussehen, die sich mit ihrer schulischen, Aus- und Weiterbildung im internationalen Vergleich sehen lassen kann? Welche Qualitätsmerkmale können ein Maßstab zur Bemessung sein? Welche Bildung ist nötig, um auch zukünftigen gesellschaftlichen Erfordernissen zu genügen?

Gunter Quaißer ist Ökonom und befasst sich seit vielen Jahren mit Themen der Bildungspolitik im Lande. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik („Memo-Gruppe“) stellt er sich den inhaltlichen Fragen moderner Bildungspolitik und wird einen Einblick in die aktuellen Finanzierungsstrukturen aufzeigen und diese bewerten.


 29.09.2015

Jugendliche Flüchtlinge brauchen eine Perspektive

Bochum erreichen zurzeit zahlreiche Flüchtlinge aus Krisenregionen, darunter viele Kinder und Jugendliche. Diejenigen, die  unter 18 Jahre alt und schulpflichtig sind, werden - wenn auch mit zeitlichen Verzögerungen - an den allgemeinen Schulen unterrichtet. Im Gegensatz zu diesen Kindern kümmert sich in Bochum niemand um die schulische Versorgung junger Flüchtlinge zwischen 18 und 25 Jahren. Die GEW sieht hier dringenden Handlungsbedarf.

Dieser Personenkreis steht vor einer doppelten Herausforderung. Zur Integration in den Arbeitsmarkt ist der Spracherwerb sowie der Erwerb beruflicher Qualifikationen erforderlich. Viele haben in den Herkunftsländern wegen der krisenhaften Lage keinen Schulabschluss  bzw. keine Berufsausbildung. In Bochum bleiben sie derzeit unversorgt.

Laut Schuldezernent mangelt es an Personal im Schulverwaltungsamt, um sich um diese Jugendlichen zu kümmern.“ Das darf nicht so bleiben“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer. „Jetzt aus Gründen der Haushaltskonsolidierung an den notwendigen Verwaltungsstellen zu sparen und damit die beruflichen und gesellschaftlichen Perspektiven dieser jungen Flüchtlinge abzuschneiden oder der zufälliger Hilfe und Eigeninitiative zu überlassen, zahlt sich langfristig für Niemanden aus. Das ist Sparen am falschen Platz.“

Wünschenswert ist nach Ansicht der GEW Bochum eine Orientierung an dem Dortmunder Modell. Dort erhalten jugendliche Flüchtlinge Sprachkurse und eine berufliche Qualifizierung an den entsprechenden Schulen oder im dualen System. Dieses erhöht die Chancen der Flüchtlinge auf Eingliederung und Teilhabe, es ermöglicht so erst die Integration. „Das lange Warten auf Angebote der Förderung macht Hoffnung und Motivation der Betroffenen zunichte“, erklärt Jochen Bauer. Auf keinen Fall sollten sie der Perspektivlosigkeit überlassen werden.

Die Stadt Bochum sollte deshalb ein Konzept zur Beschulung und Qualifizierung von Flüchtlingen bis 25 Jahre entwickeln.



 15.09.2015

Auf zur Demo gegen TTIP am 10.10. in Berlin

Die GEW Bochum kämpft mit vielen anderen gemeinsam gegen TTIP. Denn TTIP bringt auch im Bildsektor viele Nachteile und öffnet der Privatisierung Tür und Tor. Dagegen protestieren wir am 10. Oktober in Berlin.

Der DGB organsiert Busse von Bochum aus - für DGB-Gewerkschaftsmitglieder ist die Fahrt kostenlos.

Abfahrtsort und -zeit:
Jahrhunderthaus, Alleestr. 80         5.00 Uhr
Ver.di, Universitätstr. 76        5.00 Uhr
Anmeldung: (erforderlich) unter Angabe:  Abf.ort, Name, Betrieb, Gewerkschaft, E-Mail, Mobilnummer
beim DGB Bochum:  0234-687033       oder     bochum@dgb.de


 08.09.2015

GEW fordert Bundeswehrfreie Berufsbildungsmesse

Willy-Brandt-Gesamtschule schreitet mit gutem Beispiel voran

Nach Ansicht der GEW Bochum sollte sich die anstehende Berufsbildungsmesse (9./10.9.) ein Beispiel an dem friedenspädagogischen Engagement der Willy-Brandt-Gesamtschule nehmen. Dort  dürfen Bundeswehr-Offiziere nicht mehr für den Dienst an der Waffe werben. Am 16. September erhält die Schule für ihr Engagement den Friedenspreis des ev. Kirchenkreises Oberhausen.

2013 hat die Schulkonferenz der Willy-Brandt-Gesamtschule die Schule zur bundeswehrfreien Schule erklärt. Seitdem darf die Bundeswehr auf dem Gelände der Schule keine Werbung für den Dienst an der Waffe machen. Dieser Beschluss war der Startschuss zu einem außergewöhnlichen friedenspädagogischen Engagement: Die Willy-Brandt Gesamtschule wurde unter anderem zur „Schule ohne Rassismus“ ernannt, im Stadtteil Werne verlegten Schüler_innen in einem Projekt Stolpersteine, die an ermordete jüdische Mitbürger_innen während der NS-Diktatur erinnern, es wurden interreligiöse Tage und eine Erinnerungsveranstaltung an den Tag der Befreiung vom Hitler-Faschismus durchgeführt. Dieses Engagement wird nun mit dem Friedenspreis des ev. Kirchenkreises Oberhausen gewürdigt.

In diesem Zusammenhang irritiert das Verhalten des Jugendamtes, welches die Bundeswehr zur Berufsbildungsmesse weiterhin einlädt, die Bochumer GEW. Geschulte Jugendoffiziere berichten zwar über Berufs- und Studienmöglichkeiten bei der Bundeswehr, äußern sich aber nicht „über Soldaten, die bei Auslandskriegseinsätzen ums Leben kamen und traumatisiert zurückkehrten“, so GEW-Vorsitzende Dorothea Schäfer bei ihre Rede zum Antikriegstag am 1. September. Vor diesem Hintergrund fordert der GEW Stadtverband den Jugendamtsleiter der Stadt Bochum Mehring auf, von einer weiteren Einladung für die Bundeswehr zur Berufsbildungsmesse in den nächsten Jahren abzusehen. Weiterhin erwartet die GEW Bochum von den Bochumer Landtagsabgeordneten, sich für die Aufkündigung des Kooperationsabkommens zwischen dem Schulministerium und der Bundeswehr einzusetzen.

„Die GEW engagiert sich im Bündnis ‚Schule ohne Bundeswehr‘, weil wir nicht wollen, dass junge Menschen mit verlockenden Berufsperspektiven zu einem Dienst mit der Waffe geworben werden, und weil wir die voranschreitende Militarisierung der Zivilgesellschaft verhindern wollen“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer. Seiner Ansicht nach wäre es wünschenswert, wenn weitere Schulen in Bochum dem Schritt der Willy-Brandt-Gesamtschule folgen würden und sich zu bundeswehrfreien Schulen erklärten.


 01.09.2015

Kein Platz für Rassist_innen!

Kommt zur Kundgebung am Sa., 5. September, ab 10 Uhr auf dem Husemannplatz!

Am  Samstag kommt die Bundesvorsitzende der AfD, Frauke Petri, nach Bochum, um den örtlichen AfD-Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl zu unterstützen. Die AfD -  am rechten Rand der Gesellschaft – schürt Vorurteile gegen Migrat_innen, Flüchtlinge und Muslime. Die AfD verharmlost die rechten Aufmärsche und Angriffe in Heidenau.

Dem wollen wir uns entgegen stellen!

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts hat eine Kundgebung gegen Rassismus / Intoleranz und für Vielfalt von 10 – 13 Uhr am Husemannplatz angemeldet.
Der Bochumer GEW-Vorstand ruft alle auf, am Samstag Flagge gegen Rassismus zu zeigen und zur Kundgebung zu kommen.

Mehr Infos gibt es in der unten stehenden PDF sowie aktuelle Infos des Bündnisses gegen Rechts auf http://www.bo-alternativ.de/.

Mit GEWerkschaftlichen Grüßen
Ulirich Kriegesmann, Daniela Lanz, Jochen Bauer


 11.08.2015

GEW sieht große Herausforderungen für Bochumer Schullandschaft


Die Bochumer Schullandschaft steht im Schuljahr 2015/2016 aus Sicht der Bildungsgewerkschaft GEW vor großen Herausforderungen: „Vor allem die Themen Inklusion, Beschulung von Flüchtlingskindern, der Erhalt der Bausubstanz der bestehenden Schulen und die Neugründung von weiteren Gesamtschulen müssen auf die Agenda gesetzt werden“, so der Sprecher Jochen Bauer.

Nach wie vor gibt es bei der Inklusion Probleme, wenn es um die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben des Schulgesetzes gilt. Es fehlen Differenzierungsräume für die Kinder mit sonderpädagogischen Förderungsbedarf. Die Ausstattung der Schulen z.B. mit technischen Einrichtungen, die für die Beschulung von Kindern mit dem Förderschwerpunkt ‚Hören’ notwendig sind, ist beklagenswert. Hier ist die Stadt Bochum als Schulträger in der Pflicht, darf aber auch vom Land Nordrhein-Westfalen nicht im Stich gelassen werden. Es gilt immer noch die Regel: „Wer die  Musik bestellt, der muss auch die Zeche bezahlen“, so Jochen Bauer.

Auf dem Rücken der Schülerinnen und Schüler darf keine Sparpolitik betrieben werden, die das Element einer falsch verstandenen Haushaltskonsolidierung darstellt. Das gilt auch für die Beschulung der Flüchtlingskinder, von denen sich vermutlich Hunderte in einer Warteschleife befinden und darauf warten, in den Schulbetrieb aufgenommen zu werden. Eine gelungene Integration in das Bildungssystem ist Grundlage für eine gesellschaftliche Integration der Flüchtlingskinder.

Augenmerk muss ebenfalls auf die Bausubstanz der Schulen gerichtet werden. Das hat einerseits pädagogische Gründe, denn nur in einer freundlichen Atmosphäre und in funktionstüchtigen Gebäuden lässt sich mit Begeisterung lernen; aber auch aus wirtschaftlichen Gründen ist der Erhalt öffentlichen Eigentums oberstes Gebot. Das Beispiel der 34 wegen maroder Decken geschlossenen Sporthallen zeigt den Investitionsbedarf in diesem Bereich.

Nicht zuletzt fordert die GEW die Gründung weiterer Gesamtschulen. Für die bestehenden Gesamtschulen besteht auch in diesem Jahr wieder ein Anmeldeüberhang im dreistelligen Bereich. Der Elternwille gehe dahin, dass mehr Kinder integriert arbeitende Schulen besuchen sollen, an denen der erreichbare Abschluss nicht von vorne herein feststeht. „Dazu benötigen wir in Bochum überall ein attraktives wohnortnahes Bildungsangebot für die Schulen des längeren gemeinsamen Lernens“, so Bauer. Aus diesem Grund müssen nach Meinung der GEW neue Gesamtschulen eingerichtet werden.


30.06.2015

Inklusion in NRW  - ein Vergleich

Unser Schulausschussmitglied und praktizierende Lehrerin Christel Jünger ist der Frage nachgegangen, was ein gelungenes Auto-Tuning ausmacht und vergleicht die Voraussetzungen mit der Inklusion in NRW. Eine anschauliche Darstellung der absurden Bedingungen, unter denen Inklusion gelingen soll.


16.06.2015

Poststreik und Hilfe bei der Beihilfe für Pensionär_innen

Wegen des derzeitigen Poststreiks hat das Landesamt für Besoldung und Versorgung sich eine ungewöhnliche Hilfemassnahme für Versorgungsempfängerinnen und -empfänger im Hinblick auf die Beihilfebearbeitung überlegt. Mit Hilfe der örtlichen Finanzämter können die Beihilfeanträge, die zumeist eiliger und höher sind als für im Dienst befindlichen BeamtInnen, direkt an deren Poststellen abgegeben werden. Die Finanzämter sorgen dann für die Weiterleitung.


10.06.2015

Demonstration - 13. Juni 2015

Sozial- und Erziehungsberufe aufwerten!

Der DGB und seine Gewerkschaften rufen zur Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen auf, die in den vergangenen Wochen für die Anerkennung und Aufwertung ihrer Arbeit gestreikt haben. Köln ist Ort einer Demonstration und Kundgebung. Für gute Arbeit braucht es gute Leute, die dafür dann aber auch gutes Geld erwarten können. Gute Arbeit, gute Leute, gutes Geld – das gehört zusammen. Aufwertung eben. Dafür verdienen die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst Unterstützung.

Bochum: Busabfahrt 9.00 Uhr
Treffpunkt: ver.di Geschäftsstelle, Universitätsstr. 76
Anmelden können sich Interessierte beim Hagener DGB: anne.sandner@dgb.de oder 02331-386040.

 


08.06.2015

Bochumer GEW-Vorstand gewählt

In entspannter Atmosphäre fand am 1. Juni in den Räumen der IFAK unsere Jahreshauptversammlung statt. Dort haben wir nach Finanzbericht, Rückblick mit Aussprache und Entlastung einen (neuen) Vorstand gewählt. Als  erste und zweite Vorsitzende wurden Ulrich Kriegesmann und Jochen Bauer in ihren Ämtern bestätigt. Für Ferda Bulutoglu rückte Daniela Lanz in das Leitungsteam nach. Ebenfalls wiedergewählt wurden Karin Schiele als Kassiererin, Christel Jünger als Schriftführerin und Andreas Wittmann als stellv. Schriftführer.  Als neuen stellv. Kassierer konnte Jörg Proll im Team begrüßt werden. Alle Vorstandsmitglieder wurden in Einzelwahl einstimmig ohne Enthaltung gewählt.
Die folgenden Obleute wurden  bestätigt: Vertrauensleute - Helga Lefelmann , Rechtschutz - Rainer Frielingsdorf, Ruheständler_innen - Kirsten Waterkamp, Helga Lefelmann, Personalräte     - Marion Wengler,  Seminare - Ulrich Kriegesmann, Marion Wengler,  Angestellte - Doris Stiller, Migration -Dolunay Kir Simsek,  Frauen - Urte Meyer, Karin Schiele.


 27.05.2015

GEW bei der Blaupause

Am 6. Juni findet anlässlich der 50jährigen RUB-Jubiläums ein riesiges Picknick auf der Unistraße statt. Als Bildungsgewerkschaft fühlen wir uns der Ruhr Universität Bochum sehr verbunden. Viele von uns haben einen persönlichen Bezug zur RUB, z.B. weil sie dort sudieren / studiert haben oder heute dort beschäftigt sind, deshalb wollen wir das Jubuläum gerne mitfeiern und mitgestalten. Und 2010 im Kulturhauptstadtjahr hat uns das Stilleben auf der A 40 so gut gefallen, dass wir auf jeden Fall mit einem eigenen Tisch dabei sein möchten.

Am Tisch der GEW (Block 29 Tisch Nr. 10) kann man einfach Pause machen, sich erfrischen und Aktive der GEW Bochum kennenlernen. Dazu gibt's Informationen zur Bildungspolitik aus erster Hand.

Wir freuen uns auf einen entspannten Spaziergang auf der Unistraße und viele interessante und nette Begegnungen.

Mehr Infos zur Blaupause gibt es hier: https://www.blaupause-rub.de/


 20.05.2015

Erzieher_innen verdienen mehr


Die GEW Bochum bestärkt die Erzieher_innen in ihrem Streik. Dazu erklärt Jochen Bauer aus dem Bochumer GEW-Vorstand:

„Die Forderungen sind mehr als berechtigt. Die Arbeitgeberseite muss sich endlich bewegen!

Das Bruttogehalt einer Erzieherin/eines Erziehers beträgt bei einer Vollzeitbeschäftigung im Durchschnitt 2.811 Euro. Damit liegt es um 638 Euro unter dem Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer_innen in Deutschland. Und: Nur 53 % der Erzieher_innen haben eine Vollzeitstelle. Bei Erzieher_innen, die selbst Kinder haben, sinkt die Vollzeitquote auf 34 %, mit zwei und mehr Kindern auf 27 %. 15 % arbeiten weniger als 21 Stunden.

Erzieher_innen verlangen zu Recht, dass sich die gestiegenen Anforderungen an die Qualität ihrer Arbeit in höherer Bezahlung widerspiegeln müssen. Die GEW fordert von den Arbeitgebern eine deutliche Steigerung der Bezahlung.

Die pädagogische Arbeit in Tageseinrichtungen für Kinder wurde in den letzten Jahren deutlich aufgewertet. Es gibt einen breiten gesellschaftlichen Konsens, dass für frühe Bildung mehr getan werden muss. Erzieherinnen und Erzieher tragen große Verantwortung für Bildung, Erziehung und Betreuung. Sie schaffen die Grundlage für den Bildungsweg der Kinder.

Die letzten Jahre haben gezeigt, wie schwer es ist, geeigneten Nachwuchs für den Beruf zu finden. Nach dem massiven Ausbau der Kita-Plätze gibt es auf dem Arbeitsmarkt keine Reserven mehr. Um den Beruf in Zukunft für Schulabgänger_innen attraktiv zu machen, ist es dringend erforderlich, ihn finanziell höher zu bewerten.“


13.05.2015

Aktion: Mogelpackung L-EGO

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Tarifverhandlungen mit den Ländern waren leider nur zum Teil erfolgreich. Die Anpassung der Angestellten-Gehälter an die Bezüge der Beamt_innen (L-EGO) ist keinen Schritt voran gekommen. Das lassen wir uns nicht gefallen. Die GEW NRW ruft deshalb zu einer Protestkundgebung auf:

Mi., 20. Mai 2015
15 Uhr
(Treffen ab 14.30 Uhr) Kundgebung mit Sebastian Krebs, stellv. Landesvorsitzender GEW NRW
Landtagswiese, anschließend Demo zum AdL (Arbeitgeberverband des Landes Nordrhein-Westfalen e.V., Gartenstraße 2, 40479 Düsseldorf)

Mit GEWschaftlichen Grüßen
Vorstand der GEW Bochum


13.05.2015

Fragen zu Hygienemängeln an Schulen und Mittel für Seiteneinsteiger_innen

Schon länger verfolgt unser Schulausschussmitglied Christel Jünger die Hygienezustände an den Bochumer Schulen und die Verwendung der Mittel für Seiteneinsteiger_innen (z.B. Flüchtlingskinder) kritisch. In der gestrigen Sitzung hat sie dazu jeweils eine Anfrage bzw. Nachfragen gestellt (siehe PDF-Dateien unten).

So fragt sie bezüglich der Hygiene:

Ist es richtig, dass die Hygienemängel an den Schulen und die damit einhergehende mögliche Gesundheitsgefährdung ihre Ursachen haben in:

1) der zu geringen Anzahl an benötigten Stunden für die Reinigung, um Haushaltsmittel zu sparen?
2) dass die zentralen Dienste bei krankheitsbedingten Ausfällen von Reinigungspersonal an anderen Schulen Personal abziehen, das dann an der anderen Schule fehlt und zu geringerer Reinigungsleistung führt? (Es werden zu wenige Springerkräfte vorgehalten, ein Loch wird etwas gestopft und ein anderes dafür aufgerissen. Werden die nicht geleisteten Stunden trotzdem von den zentralen Diensten in Rechnung gestellt?)
3) dass in den Schulferien statt der anstehenden Grundreinigungen die Reinigungskräfte ihre Überstunden abfeiern?


06.05.2015

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an Schulen nicht zufriedenstellend

Gelingende Inklusion braucht mehr Ressourcen!

Das Recht auf Bildung ist universelles Menschenrecht. Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap haben Anspruch auf ein qualitativ hochwertiges Schulangebot. Doch die Realität an den Schulen sieht anders aus. Die GEW Bochum ist mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention nicht zufrieden und fordert zusätzliches Personal und mehr Ressourcen.

„Zwar ist erfreulicherweise die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen, die eine Regelschule besuchen, deutlich ansteigend. Mit Blick auf die Qualität der Inklusion können wir aber leider nicht zufrieden sein. In den Schulen sind die Probleme, die sich dadurch ergeben, nicht mehr zu übersehen", sagte der GEW-Vorsitzende Ulrich Kriegesmann anlässlich des „Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ (Dienstag, 5.5.).

Kriegesmann verwies auf zahlreiche Hinweise und Rückmeldungen aus den Schulen in Bochum. Vor allem die vorgesehenen Ressourcen für die Inklusion reichten nicht aus. Es fehlten – so der einhellige Tenor - Qualitätsstandards, eine zentrale, transparente Steuerung und Unterstützung für die Entwicklung zur inklusiven Schule.

Für die GEW fordert Kriegesmann: "Eine Regelschul- und eine Förderschullehrkraft sollen in Klassen mit maximal 20 Kindern, davon bis zu fünf mit besonderem Förderbedarf, unterrichten. Dafür ist die Erhöhung des Stellenbudgets erforderlich." Es sei ein Fehler gewesen, seitens des Schulministeriums die Zahl der Stellen für die Förderung von Kindern mit Lern-, Sprach- und Entwicklungsstörungen zu deckeln. Durch die Verteilung der Kinder auf eine größere Zahl von Schulen seien die Bedingungen in den Schulen schlechter als vorher. Hinzu käme der größere Förderbedarf durch die steigende Zahl von Flüchtlingskindern. „Auch diese Kinder haben ein Recht auf Förderung und schulische Bildung.“

Berechnungen des Bildungsforschers Professor Klaus Klemm zufolge fehlen 7.000 Stellen. Zur Steuerung der Ressourcen fordere die GEW, so Kriegesmann, einen schulscharfen Sozialindex, der den besonderen Problemlagen vor Ort Rechnung tragen solle. Für Beratung und Fortbildung des Lehrpersonals müssten überdies regionale Fachzentren für inklusive Bildung eingerichtet werden.



01.05.2015

Am 9. Mai – Demo der Initiative „Gewerkschafter_innen für Frieden und Solidarität"

Am 8. Mai ist der 70. Jahrestag der Befreiung von Krieg und Faschismus. Für den 9. Mai 2015 rufen die DGB-Gewerkschaften auf, sich an der Demonstration und Kundgebung der Initiative „GewerkschafterInnen für Frieden und Solidarität“ zu beteiligen. Wir wollen ein Zeichen setzen für Frieden und gegen Krieg, für ein soziales und demokratisches Europa.

Werdet aktiv und beteiligt euch an der Kundgebung des DGB am 9. Mai!

Treffpunkt: 12.30 Uhr an der GEW-Geschäftsstelle, Alte Hattinger Straße 17
Auftaktkundgebung: 13:00 Uhr Kurt-Schumacher-Platz vor dem Bahnhof
Abschlusskundgebung:
14:00 Uhr vor dem Schauspielhaus

Weitere Infos gibt es auf der Homepage: www.initiative-frieden-solidaritaet.de

Zum Flyer mit Ablauf und Programm hier klicken.


29.04.2015

Hinaus zum 1. Mai

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die vergangene Tarifrunde hat gezeigt, dass die Arbeitgeber des Öffentlichen Dienstes weiterhin mit dem übergeordneten Ziel der Schuldenbremse eine Lohnpolitik betreiben, die auf niedrige Abschlüsse und damit auf weitere Schwächung des Reallohns der Bediensteten im Öffentlichen Dienst setzt.
Dagegen müssen wir ein Zeichen setzen!

Werdet aktiv und beteiligt euch an den Aktionen des DGB zum 1. Mai!

Treffpunkt zur Demo: 9:45Uhr vor dem Bergbaumuseum
Beginn der Demo: 10.15 Uhr
Kundgebung: ab 11:00 Uhr vor dem Rathaus

 

 


22.04.2015

Personalrat Grundschulen jetzt mit eigener Homepage

Der Bochumer Personalrat Grundschulen (Vorsitz Konstanze Bosdorf-Wallace, GEW) hat seit neuestem einen eigenen Internetauftritt www.pr-grundschulen-bochum.de. Ansprechend, übersichtlich, informativ. Über die einzelnen Rubriken informiert das aktuelle PR-Telegramm, das unten als PDF eingestellt ist.

Wir wünschen viel Erfolg bei der weiteren Arbeit!


 01.04.2015

GEW stellt Unterrichtsmaterial zu TTIP zur Verfügung

Das Freihandelsabkommen TTIP ist zurzeit in aller Munde. Streitpunkte sind nicht nur die viel zitierten Chlorhühnchen, sondern die Möglichkeit von Unternehmen, Staaten vor privaten Schiedsgerichten zu verklagen, wie auch die so genannte regulatorische Kooperation. Sie soll es Unternehmen ermöglichen, in Gesetzgebungsprozesse direkt einzugreifen. Nach Ansicht von GEW – Sprecher Jochen Bauer führen beide Faktoren zu Demokratieabbau.

Aus Gewerkschaftssicht ist weiterhin bedeutend, dass die USA nur zwei ILO (International Labour Organisation) – Kernarbeitsnormen unterschrieben haben. Das Recht von Gewerkschaften Lohnverhandlungen zu führen oder auch das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ wurden von den USA nicht unterschrieben. Das wird zu Einschnitten der gewerkschaftlichen Rechte und Lohndumping führen, da amerikanische Unternehmen auf gleiche Bedingungen wie in den USA pochen werden, so Bauer weiter.

Nun stellt die GEW Lehrkräften Unterrichtsmaterial zur Verfügung, welches sich mit dem Freihandelsabkommen TTIP auseinandersetzt. Erstellt wurde es von Pädagog_innen im Auftrag des GEW-Hauptvorstandes.

Obwohl sich die GEW gegen TTIP ausspricht, soll das Material keine Gehirnwäsche darstellen, sondern Sachurteile von Schüler_innen aufgrund einer kritischen Auseinandersetzung ermöglichen. Dabei werden u.a. Fragen wie; worum geht es beim Freihandel, nicht-tarifäre Handelshemmnisse oder Investor-Staat-Schiedsverfahren mit Hilfe von Arbeitsblättern behandelt. Einsetzbar sind die Materialen in geisteswissenschaftlichen Fächern der Oberstufe, z.B. in den Fächern Soziologie (Globalisierung) oder auch Geschichte (Menschenrechte und Demokratie).
Das Unterrichtsmaterial steht zum kostenlosen Download auf der Homepage der GEW Bochum zur Verfügung: www.gew-bochum.de.


 30.03.2015

GEW begrüßt Forderung nach fünfter Gesamtschule

OB-Kandidat Thomas Eiskirch (SPD) hat ein deutliches Wort gesprochen, als er auf dem Parteitag der Bochumer SPD Stellung zur Bochumer Bildungspolitik nahm: „So zeigen die Schüler und Eltern seit Jahren, dass der Bedarf für eine weitere Gesamtschule besteht“, stellte Eiskirch mit Blick auf die nun amtlichen Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen fest. Eine Erkenntnis, die für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bochum längst überfällig ist: Nicht nur seit Jahren, wie Eiskirch es dezent formuliert, sondern genau genommen seit Jahrzehnten besteht ein deutlicher, nämlich dreistelliger Anmeldeüberhang, auf den die GEW wiederholt hingewiesen hat.

Entscheidend wird sein, ob Eiskrich ein Mahner in der Wüste bleibt, oder ob den Worten auch Taten folgen: „Es ist nun höchste Zeit, dass man an die genauere Analyse geht“, meint Ulrich Kriegesmann, Sprecher der Bochumer GEW, dazu. „Die Schulentwicklungsplanung für die weiterführenden Schulen liegt seit Langem auf Eis. Dieser Zustand ist angesichts entscheidender Umwälzungen in der Schulstruktur und insgesamt sinkender Schülerzahlen unhaltbar!“ Diese Umwälzungen seien schon lange der Ausdruck eines klar veränderten Elternwillens und haben bereits zur Schließung vieler Haupt- und Realschulen geführt.

Die Forderung einer weiteren Gesamtschule ist für die GEW ein erster, richtiger Schritt. Es gehe aber dann darum, die Situation in den Stadtteilen genau zu analysieren und „mit ruhiger Hand“, so Kriegesmann, tragfähige Lösungen zu entwerfen.


 30.03.2015

Viele Fragen zum Tarifabschluss

Mit dem Ringen um die Zusatzversorgung, Verhandlungen zur Entgelterhöhung und unserer Forderung nach einer Lehrkräfte-Eingruppierung war die Tarifrunde 2015 wohl so komplex wie nie. Der GEW-Hauptvorstand gibt einen Überblick, über das was herausgekommen ist - und was nicht Und beantwortet folgende Fragen:

Warum hat es wieder nicht mit der Lehrkräfte-Entgeltordnung (L-EGO) geklappt?

Warum hat der DBB das Angebot angenommen?

Was passiert jetzt, nachdem der DBB das Angebot angenommen hat?

Wie geht es jetzt weiter mit L-EGO?

Warum habt ihr dem Ergebnis jenseits der L-EGO zugestimmt?

Wer hat für die GEW entschieden?

Öffnet sich die Schere zwischen Beamten und Angestellten weiter?

Warum sind wir überhaupt auf die Straße gegangen?

Sind wir angestellte Lehrkräfte durch die GEW überhaupt noch ausreichend vertreten?

Hat ver.di uns bei den Tarifverhandlungen „über den Tisch gezogen“?

Die Antworten werden hier gegeben:
http://www.gew-tarifrunde.de/Viele_Fragen_zum_Tarifabschluss.html


 19.03.2015

GEW ruft zum Warnstreik am 25.3. auf

Da die drei Verhandlungsrunden für die Landesbeschäftigten im öffentlichen Dienst bisher ergebnislos verlaufen sind, ruft die GEW ihre Mitglieder erneut zum Warnstreik für den 25. März 2015 auf.

Die Kernforderungen sind: eine Gehaltserhöhung von 5,5 %, mindestens aber 175 € im Monat sowie ein Eingruppierungstarifvertrag für die tarifbeschäftigten Lehrkräfte. Lehrkräfte sind die einzigen Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die nicht nach einer Entgeltordnung bezahlt werden, die durch einen Tarifvertrag abgesichert sind. „Diese vordemokratische Umgangsweise mit den Beschäftigten ist ein Skandal“, so GEW-Sprecher Jochen Bauer.

„Obwohl wir eine große Streikbereitschaft verzeichnen, führen die Arbeitgeber, vertreten durch den Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts Bullerjahn (SPD), ihre Blockadepolitik fort und fordern als Gegenleistung für Tarifverhandlungen Einschnitte in die Betriebsrente  (VBL),“ so Bauer weiter, „eine starke Antwort auf diesen Erpressungsversuch ist notwendig.“
Deshalb sollen die Kräfte nun in bezirksweiten Streiks gebündelt werden. Für die Bochumer GEW-Mitglieder befindet sich das Streiklokal in Dortmund im Dietrich-Keuning Haus, Leopoldstraße 50-58. Für die gemeinsame Bahnfahrt ist der Treffpunkt um 8:15 Uhr, Gleis 8 am Bochumer Hauptbahnhof. Es wird um Anmeldung zwecks Fahrkartenkaufs unter info@gew-bochum.de gebeten.


 17.03.2015

Anfragen im heutigen Schulausschuss

Christel Jünger, Sachkundige Einwohnerin für die GEW im Schulausschuss hat in der heutigen Sitzung zwei Anfragen gestellt. Die erste behandelt die Mittelzuweisung für Schüler_innen mit Förderbedarf, die zweite bezieht sich auf die Haushaltskürzungen von 10 % und die Auswirkungen auf die Lehr- und Unterrichtsmittel.

Wir dokumentieren hier beide Anfragen:

 

Ausschuss für Schule und Bildung

Anfrage in der Sitzung 17.03.2015

von Christel Jünger, Sachkundige Einwohnerin, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Stadtverband Bochum

Städtische Mittelzuweisung im Bereich Lehr- und Unterrichtsmittel an die Schulen des gemeinsamen Lernens für die von ihnen zu unterrichtenden Förderschüler

Nach unserer Kenntnis bekamen die Förderschulen für ihre Schüler_innen höhere Zuweisungen von der Stadt Bochum für Lehr- und Unterrichtsmittel als die anderen Schulformen. Im Zuge der Inklusion besuchen immer mehr Förderschüler_innen die Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I.

1) Erhalten diese Schulen, an denen Gemeinsames Lernen eingerichtet ist, ebenfalls für die Schüler und Schülerinnen mit sonderpädagogischem Unterstützungbedarf höhere Zuweisungen für Lehr- und Unterrichtsmittel? Wie hoch ist der Betrag pro Schüler_in im Vergleich zu den Schüler_innen ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf. Bitte getrennt nach  Primarstufe und Sekundarstufe I aufschlüsseln.


2) Wenn ja, profitieren davon nur die Schulen des Gemeinsamen Lernens oder auch die Schulen, die nur einzelne Schüler_innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in verschiedenen Jahrgängen fördern?


3) Wenn ja, wird den Schulen die Höhe gesondert mitgeteilt und wird die zweckgebundene Verwendung auch kontrolliert? Sollte dies nicht der Fall sein, was spricht dagegen, die Mittel für die Förderschüler_innen den jeweiligen Schulen mitzuteilen und zu empfehlen, diese auch gesondert für den Förderunterricht zu verwalten.


4) In den vergangenen Jahren erhielten die Schulen des Gemeinsamen Lernens zu Beginn einen Betrag für eine Grundausstattung in unterschiedlicher Höhe. Können die neuen Schulen des Gemeinsamen Lernens ebenfalls mit einer Anschubfinanzierung rechnen? Wenn ja, in welcher Höhe?


5) Bisher wurde die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs bzw. Unterstützungsbedarf nach AO-SF von Lehrerinnen und Lehrern der Förderschulen durchgeführt. An den Förderschulen sind entsprechende Testmaterialien vorhanden. Derzeitig werden mehr und mehr Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen geschlossen. Die Lehrerrinnen und Lehrer der wenigen verbleibenden Förderschulen werden nicht alle Begutachtungen gem. AO-SF durchführen können.
Wie kommen die beauftragten Lehrerinnen und Lehrer für Sonderpädagogik an das notwendige Diagnostikmaterial, wenn nicht jede allgemeine Schule damit ausgerüstet sein wird?

Begründung:

Allgemeinbildende Schulen mit Schüler_innen mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, die zieldifferent unterrichtet werden, benötigen für diese spezielle Unterrichts-, Förder- und Diagnosematerialien. Die anfallenden Kosten übersteigen die für die anderen Schüler_innen. Abgeordnete Förderlehrer_innen haben die Materialien oft von ihren Schulen mitgebracht, da sie an den allgemeinen Schulen nicht vorhanden sind. Seit dem 01. 08. 2014 werden weniger Lehrerinnen und Lehrer für Sonderpädagogik abgeordnet. Stattdessen werden Sonderpädagogen auch in die Sekundarstufe I versetzt.


Häufig wurde bisher das Material von den Lehrkräften angeschafft und privat bezahlt, da dafür angeblich an den Schulen keine Mittel  vorhanden sind. Um diese nicht rechtmäßige Kostenabwälzung zu verhindern, ist es notwendig, den Schulen gesondert die Höhe der Zuweisungen für die Förderschüler_innen mitzuteilen.

Wir bitten um eine schriftliche Beantwortung.

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Ausschuss für Schule und Bildung

Anfrage in der Sitzung 17.03.2015
von Christel Jünger, Sachkundige Einwohnerin, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Stadtverband Bochum

Lehr- und Unterrichtsmittel für Bochum Schulen


Im laufenden Schuljahr 2014/2015 wurde Ende des vergangenen Jahres
1) das Schulbudget generell um 10 % für alle Schulen gekürzt.
2) die Übertragung von Haushaltsmitteln in das kommende Haushaltsjahr gestrichen, die Stadt hat diese – gesparten - Gelder der Schulen einbehalten.
3) verfügt, dass momentan nur Bestellungen zu je 60 € Netto gemacht werden dürfen, aber keine addierenden Rechnungen.

Neben weniger Haushaltsmitteln bedeutet das für die Schulen:
a) sehr viel Geld geht für Porto statt für Anschaffungen drauf, da diese Höhe kein freies Lieferporto beinhaltet.
b) größere Geräte können nicht angeschafft werden, auch wenn sie ganz dringend, z.B. für IT, benötigt werden.

Zusätzlich kommen momentan an den Gesamtschulen die Flüchtlingskinder an, die mit Büchern und Schulmaterialien versorgt werden müssen. Für alle, die nach dem 1.2.2015 kommen, also fast alle,  gibt es keine Mittel von der Stadt, obwohl neben den Schulbüchern zur Teilnahme am regulären Unterricht auch noch für den zusätzlichen Sprachunterricht Bücher und Lexika angeschafft werden müssen. 
Die Schulen müssen nicht nur für eine unterrichtliche Versorgung Lehrer_innen und Unterrichtsstunden aus dem bisherigen Kontingent bestreiten, da die Lehrerzuweisung erst zum neuen Schuljahr erfolgt, sondern ebenfalls die anderen sächlichen Ausgaben kürzen, damit die Flüchtlingskinder überhaupt sinnvoll  beschult werden können.

Fragen:
1) Wann ist damit zu rechnen, dass die restriktive Bestellpraxis wieder aufgehoben wird?

2) Wird es bei der generellen Kürzung von 10 % für das Schuljahr bleiben?

3) Werden zeitnah nach Bedarf die Mittel für die Flüchtlingskinder von der Stadt bereitgestellt?

Ich bitte um eine schriftliche Antwort.

 

 

 


 09.03.2015

GEW ruft zum Warnstreik am 12.3. auf

Ca. 5.000 angestellte Lehrerinnen und Lehrer haben sich in der letzten Woche an der Warnstreikwelle der GEW in Nordrhein-Westfalen beteiligt. In Bochum folgten über 200 Lehrkräfte dem Warnstreikaufruf der GEW. Unterstützt wurden sie dabei von KollegenInnen der GdP und ver.di.

„Die Forderung der öffentlichen Arbeitgeber, die in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder organisiert sind, nach Einschnitten in die Betriebsrenten zur Gegenfinanzierung der Tarifrunde sind unverschämt und eine Provokation der Beschäftigten,“ so GEW-Sprecher Jochen Bauer.

Die GEW, GdP und ver.di rufen deshalb zu einem zentralen Warnstreik in Düsseldorf am 12.3. auf. Erneut ist deshalb mit Unterrichtsausfall an den Bochumer Schulen zu rechnen.
Die GEW setzt Busse für den Transfer nach Düsseldorf ein. Treffpunkt ist um 9:15 Uhr an der Bahnhofsbrücke Wittener Straße, die Abfahrt erfolgt um 9:30 Uhr. Die Gew bittet um vorherige Anmeldung unter info@gew-bochum.de



 05.03.2015

Rekord gebrochen: Streik war voller Erfolg

Die GEW Bochum hatte heute die angestellten Lehrkräfte (beamtete Lehrer_innen dürfen nicht streiken) zum Streik aufgerufen. Über 200 GEW-Mitglieder sind diesem Aufruf gefolgt. Uli Kriegesmann vom GEW-Vorstand ist begeistert: „Von Streik zu Streik haben wir mehr Lehrkräfte mobilisieren können. Heute haben wir einen Rekord gebrochen. Das kann die Landesregierung nicht länger ignorieren!“

Die Gewerkschaften (ver.di, GdP, GEW) fordern in der aktuellen Tarifrunde mit den Länder:

Eine faire Entgeltordnung für Lehrkräfte

  • Eine Entgelterhöhung um 5,5 %, mind. aber 175 €.
  • Ausschluss sachgrundloser Befristungen
  • Keine Kürzung der Zusatzversorgung
  • Übertragung des Tarifergebnisses auf Beamtinnen und Beamte

Die Arbeitgeberseite ist jedoch nicht bereit, mehr Geld als bisher in die Hand zu nehmen. Verbesserungen sollen durch die Kürzung der Zusatzversorgung ausgeglichen werden. „Das ist kein Angebot, das ist eine Provokation“, so Uli Kriegesmann.

Das sahen auch die gut 500 Teilnehmenden der heutigen Kundgebung auf dem Husemannplatz so. Zur Unterstützung waren viele Gewerkschaftskolleg_innen der GdP und von ver.di, gekommen, die zwar nicht gestreikt, aber eine aktive Mittagspause eingelegt haben. Zahlreiche Schüler_innen vor - allem von der Realschule Strünkede aus Herne -  solidarisierten sich mit ihren Lehrer_innen und hatten sehr anschaulichen Politikunterricht.

Den Schulterschluss der Gewerkschaften vollzogen ebenfalls die Kundgebungs-Redner_innen: Dietrich Voss (GdP), Reinhard Dudzik (ver.di), Kathrin van Hoften (GEW), Jochen Marquardt (DGB).

Am Schluss der Kundgebung machte Uli Kriegesmann klar, dass es mit dem heutigen Protest nicht getan ist: „Nächste Woche, am 12. März werden wir wieder streiken! Und zwar nrw-weit in Düsseldorf.“


 02.03.2015

Am 5. März wird gestreikt!

Die GEW hat für den kommenden Donnerstag, 5. März zum Streik aufgerufen. Dann legen die angestellten Bochumer Lehrerinnen und Lehrer ihre Arbeit nieder. Der Protest wird laut und bunt verlaufen.

Den Beginn macht von 9-11 Uhr das Streikbüro im Jahrhunderthaus, Alleestr. 80. Dort  erwartet die Protestierenden ein Frühstück mit Beiträgen von Jochen Bauer (GEW Bochum), Sebastian Krebs (GEW NRW) und Reinhard Dudzik (ver.di). Begleitet wird der Vormittag musikalisch von Volker Wendland mit Gipsy-Swing auf der Gitarre. Um den Protest bunt und laut zu gestalten wird es Parolen- und Trommel-Workshops geben.

Um 11 Uhr startet vom Jahrhunderthaus aus der Demozug, der über den Westring, die  Viktoriastraße und die Alte Hattinger Straße zum SPD-Parteibüro führt. Hier wird dem SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Eiskirch ein Hausaufgabenbuch mit den zentralen Forderungen überreicht. Anschließend geht die Demo zum Husemannplatz.

Um 12 Uhr beginnt dort die Kundgebung. Rednerinnen und Redner sind:

  • Dietrich Voss (GdP)
  • Reinhard Dudzik (ver.di)
  • Kathrin van Hoften (GEW)
  • Jochen Marquardt (DGB)


Unterstützung bekommt die GEW von ver.di und GdP. Beide Gewerkschaften verhandeln ebenfalls in der Tarifrunde der Länder. In Bochum haben sie ihre Mitglieder zu einer aktiven Mittagspause und zur Teilnahme an der Kundgebung aufrufen. Weitere Unterstützung kommt von den Schülerinnen und Schülern der Realschule Strünkede aus Herne, die sich mit ihren Lehrkräften solidarisieren.

Gegen 13 Uhr wird die Veranstaltung ihr Ende finden. Weiter geht es dann am 12. März mit der NRW-weiten Streikkundgebung in Düsseldorf.


 27.02.2015

GEW ruft angestellte Lehrkräfte zum Streik auf

Die Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und den Arbeitgebern der Länder (TD-L) sind am 26./27.Februar in Potsdam ergebnislos verlaufen. Die GEW ruft jetzt zum Streik am 5. März in Bochumauf.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert für ihre Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 5,5 % und Verhandlungen über eine Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte. Diese sind nach wie vor die einzige Beschäftigtengruppe im öffentlichen Dienst, deren Bezahlung nicht durch einen Eingruppungs-Tarifvertrag geregelt ist.

Im Gegenzug forderten die Arbeitgeber der Länder Einschnitte in die Zusatzversorgung VBL, da aufgrund der Schuldenbremse die gewerkschaftlichen Forderungen nicht zu erfüllen seien. „Das ist Sparpolitik auf dem Rücken der Beschäftigen“, so der Sprecher der GEW Bochum, Jochen Bauer. „Wir sind nicht für die Staatsverschuldung, die u.a. durch Steuergeschenke an Reiche, Industrielle und Millionenerben sowie die Bankenrettung verursacht wurde, verantwortlich zu machen. Die Steuereinahmen sind so hoch wie lange nicht.“

Aufgrund der Blockadehaltung durch die Arbeitgeber ruft die GEW die angestellten Lehrkräfte für den 5. März zum Streik auf. Streiklokal ist das Jahrhunderthaus an der Alleestraße 80. Ab 11 Uhr führt eine Demonstration durch die Bochumer Innenstadt. Ab 12 Uhr findet die Abschlusskundgebung auf dem Husemannplatz mit Rednern der von der Tarifrunde betroffenen Gewerkschaften statt. Mit Unterrichtsausfall an den Bochumer Schulen ist zu rechnen.



 24.02.2015

Der GEW steht eine harte Tarifrunde bevor

Zurzeit finden Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgebern der Länder (Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TD-L) ) statt. In der ersten Verhandlungsrunde am 16. Februar legten die Arbeitgeber kein Verhandlungsangebot vor.

Die GEW fordert für die angestellten Lehrkräfte eine Gehaltserhöhung von 5,5 %. Nach wie vor stellen die nicht verbeamteten Lehrkräfte im öffentlichen Dienst die einzige Beschäftigungsgruppe dar, die nicht durch eine per Tarifvertrag geregelte Entgeltordnung entlohnt wird. Dazu GEW-Sprecher Jochen Bauer: „Das Diktat der Arbeitgeber muss endlich ein Ende haben. Wir erwarten, dass die Arbeitgeber mit der GEW eine Entgeltordnung fair verhandeln.“

Bisher haben die Arbeitgeber allerdings wenig Verhandlungsbereitschaft erkennen lassen und haben kein Angebot vorgelegt. Vielmehr fordern sie als Gegenleistung Einschnitte bei der Zusatzrente (VBL). „So eine Verhandlungstaktik kommt einem Erpressungsversuch gleich. Wir sollen unsere Tarifrunde selber finanzieren“, so Bauer weiter.

Die GEW erwartet, dass die Arbeitgeber den Forderungen nach einer gerechten Bezahlung der Tarifbeschäftigten Lehrkräfte nachkommen. Am 26. / 27. Februar findet die zweite Verhandlungsrunde in Potsdam statt. Jochen Bauer: „Sollte es zu keiner Einigung kommen, wird es vor der dritten Verhandlungsrunde (16./17. März) zu Warnstreiks kommen müssen, um den Arbeitgebern deutlich zu machen, dass die GEW nicht bereit ist, die gerechten Forderungen kampflos aufzugeben.“

Auch Bochums Schulen könnten im Fall einer ausbleibenden Einigung von Streiks am 5. März betroffen sein. Für diesen Fall ist möglicherweise auch mit einem zentralen Warnstreik zusammen mit ver.di, der GdP und dem deutschen Beamtenbund am 12. März in Düsseldorf zu rechnen.


 18.02.2015

GEW kämpft für einen Tarifvertrag

Am kommenden Samstag, den 21. Februar geht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft für ihre Forderung nach einem Tarifvertrag für Lehrkräfte in die Bochumer Innenstadt. GEW-Mitglieder werden um 11 Uhr am Husemannplatz dazu eine Aktion durchführen.

In der aktuellen Tarifauseinandersetzung für den Öffentlichen Dienst der Länder gibt es zwei zentrale Forderungen der GEW: eine faire Entgeltordnung für Lehrkräfte sowie eine Entgelterhöhung um 5,5 %, mind. aber 175 €.

Dazu Jochen Bauer vom Bochumer GEW-Vorstand: „Noch immer werden angestellte und verbeamtete Lehrkräfte sowie Beschäftigte in Ost und West unterschiedlich bezahlt. Das ist ein Unding. Wir fordern: Gleiches Geld für gleiche Arbeit!“
Zudem ist eine eine tariflich geregelte Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte längst überfällig. Ihr Gehalt legen die Arbeitgeber einseitig fest. Bauer stellt fest:“ Das ist Personalpolitik nach Gutsherrenart.“

Die zweite zentrale Forderung nach einer Gehaltssteigerung von 5,5 %, mindestens jedoch 175 Euro kommt allen Angestellten im öffentlichen Dienst der Ländern zu Gute. „Damit orientieren sich die Gewerkschaften an der allgemeinen positiven Lohnentwicklung der vergangenen Jahre“, so Jochen Bauer. „Davon darf der öffentliche Dienst - gerade angesichts des hohen Steueraufkommens - nicht erneut abgekoppelt werden.“

Sollten sich die Arbeitgeber_innen nicht bewegen, ist die GEW zum Streik bereit. Erste Vorbereitungen laufen bereits: am Montag, den 23. Februar mit einem Streikcafé in der Geschäftsstelle, am Dienstag, den 24.02, ist am Bochumer Hauptbahnhof eine Verteilaktion geplant sowie die Durchführung verschiedener Informations- und Mobilisierungsveranstaltungen an Schulen.


Montag, 2. Februar 2015, 19:00 Uhr, Soziales Zentrum

TTIP und seine Folgen für den Bildungsbereich

Auf Einladung der Bochumer Occupy-Initiative informiert Jochen Bauer, Sprecher der
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Bochum, über die drohenden
Folgen des “Freihandelsabkommen” TTIP für den Bildungsbereich.

Er beschreibt die Interessen der Finanzwirtschaft an
TTIP und geht dann der Fragen nach, was es bedeutet,
wenn der Bereich Bildung nach rein ökonomischen
Gesichtspunkten organisiert wird. Warum sollten die
jetzigen Bildungsstandards nicht als ein Investitionshemmnis
bewertet werden? Warum sollte bei einem
amerikanischen Bildungsanbieter eine Lehrkraft in
Deutschland mehr Geld verdienen als in den USA?
Sein Gesamtfazit zu den drohenden Folgen von TTIP:
“In der Summe ist TTIP ein Angriff auf die Demokratie
und den Rechtsstaat.”


GEW TEAM im Urlaub

Büroferien

Liebe Kolleg_innen,


das GEW Büro wünscht Euch eine schöne Weihnachtszeit und ein paar erholsame Tage zum Jahresende! Wir sind wieder ab dem 12.01. im GEW Büro zu den gewohnten Zeiten erreichbar.


Euer GEW Team


Veranstaltung am 13.01. in der Willy-Brandt-Gesamtschule

VBL-Zusatzrente in Gefahr?!

Die Gewerkschaften ver.di und GEW
laden ein zur Informationsveranstaltung:


• Warum ist die VBL Zusatzrente wichtig?
• Wie funktioniert die VBL Zusatzrente?
• Was wollen die Arbeitgeber?

Referent: Peter Neubauer (Tarifreferent ver.di)


Zeit: 13. Januar 2015, 17.00 Uhr
Ort: Mensa derWilly-Brandt-Gesamtschule,
Wittekindstraße 33, 44894 Bochum-Werne



Treffen der Angestellten am 18.12.2014 um 19.00 Uhr

Tarifrunde 2015

Die Tarifrunde 2015 wirft ihre Schatten voraus. Die GEW lädt deshalb die Beschäftigten im Angestelltenverhältnis für Donnerstag, 18.12.2014 um 19.00 Uhr, in den Bahnhof Langendreer, Raum 6 ein.

Jürgen Hentzelt (Mitglied der Bundestarifkommission) wird über die Forderungen für die Tarifrunde und Arbeitskampfstrategie berichten.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird Jochen Bauer über TTIP und die Folgen für das Bildungssystem berichten.



Am Mi, den 12.11. um 19.30 Uhr in der Mensa der Heinrich-Böll-Schule

Herbstveranstaltung der GEW Bochum

Die Herbstveranstaltung der GEW mit umfassenden Beratungsangebot zu den Themen

  • Mehrarbeit an Schulen
  • Inklusion
  • Gehalt und Versorgung
  • Tarifbeschäftigte
  • Arbeits-/Gesundheitsschutz
  • Lehrerräte
  • Engagement (in) der GEW
  • Herkunftssprachlicher Unterricht

präsentieren wir in einem neuen Veranstaltungsformat als "Speed-Dating"! Wir freuen uns auf Euch und sind auf Euer Urteil gespannt!


Die Veranstaltung ist  kostenfrei und für Nicht-Mitglieder geöffnet!


Extreme Rechte, Antiziganismus und Antisemitismus in Ungarn - Vortrag und Diskussion mit Karl Pfeifer

Auf dem Weg in den völkischen Autoritarismus?

Mittwoch, den 12. November 2014

19 Uhr // Verdi-Haus Bochum, Universitätsstr. 76

Ungarn wird seit dem Jahr 2010 von der nationalistischen und zum Teil völkischen Fidesz Partei regiert. Einre de ersten Handlungen der Fideszregierung war die Einschränkung der Pressefreiheit. Im Juni 2014 betonte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, dass Ungarn eine illiberale  Demokratie werden solle.

 

 

 


FILMVORFÜHRUNG: BLUT MUSS FLIESSEN – UNDERCOVER UNTER NAZIS

DIENSTAG, 4. NOVEMBER 2014  EINL ASS 19 UHR – BEGINN 19.30 UHR

AULA OTTILIE-SCHOENEWALD –WEITERBILDUNGSKOLLEG (WITTENER STRASSE 61)

EINTRITT FREI

Im Anschluss an den Film wird es eine Podiumsdiskussion mit dem Regisseur Peter Ohlendorf geben!

Filmbeschreibung:

Blut muss fliessen – Undercover unter Nazis

 Der Sänger grölt Gewaltparolen, die Skinheads toben und die Arme gehen hoch zum Hitlergruß: Als Thomas Kuban zum ersten Mal ein Neonazi - Konzert mit versteckter Kamera dreht, ermöglicht er Einblicke in eine Jugendszene, in die sich kaum ein Außenstehender hineinwagt. Sechs Jahre später hat er rund vierzig Undercover-Drehs hinter sich, auch in Ländern jenseits deutscher Grenzen. Ein Lied begegnet ihm auf seiner „Konzerttournee“ immer wieder: „Blut muss fließen knüppelhageldick, wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik…“. Hochbrisant ist das Material, das Thomas Kuban im Lauf der Jahre zusammengetragen hat- einzigartig in Europa, wahrscheinlich sogar weltweit.

Veranstalter_innen:

DGB-Jugend Bochum, VfL Bochum 1848, Fanprojekt des VfL Bochum, Ottilie-Schönewald Weiterbildungskolleg der Stadt Bochum, AStA des Ottilie-Schönewald Weiterbildungskolleg, Bündnis gegen Rechts Bochum

Zusatzversorgung: Die Beschäftigten brauchen jeden Cent!

+++Tariftelegramm TV-L+++

Die Arbeitgeber haben die Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes zur Betriebsrente (VBL / ZVK) verlassen und fordern ein „Spitzengespräch“. Der Grund: Die Gewerkschaften sehen keinen Grund für die von den Arbeitgebern geforderten Leistungsverschlechterungen.

Die Leistungen der Zusatzversorgung sind einheitlich in zwei Tarifverträgen festgeschrieben, dem Altersvorsorge-Tarifvertrag (ATV) und dem nahezu wortgleichen kommunalen ATV-K. Seit 2001 wird die Höhe der Betriebsrente nach dem „Punktemodell“ errechnet, bei dem neben dem Entgelt eine „Altersfaktorentabelle“ zur Anwendung kommt. In diese fließt eine Sterbetafel und ein Rechnungszins ein.

Seit Februar 2014 wird offiziell wieder über die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes verhandelt. Die Arbeitgeberseite – Bund, Länder und Kommunen – forderten Leistungseingriffe wegen steigender Lebenserwartung und gesunkener Kapitalmarktzinsen. Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes wollten das steigende Rentenalter berücksichtigen und über Bonuspunkte und die Dynamisierung der Startgutschriften sprechen.

Im Laufe der Verhandlungen verfestigte sich bei den Gewerkschaftsvertretern der Eindruck, der Arbeitgeberseite gehe es eigentlich nur darum, die Zusatzversorgung zukünftig billiger zu machen. Die letzte Verhandlungsrunde am 21. Mai endete mit einem Eklat: Die Arbeitgeber erklärten die Verhandlungen für beendet, sagten den nächsten geplanten Verhandlungstermin ab und forderten ein „Spitzengespräch“.


Auf dem Weg zum gemeinsamen Lernen

Inklusionskongress

DGB und GEW laden herzlich ein zum Inklusionskongress 'Auf dem Weg zum gemeinsamen Lernen, der am Dienstag, den 27. Mai 2014, in Oberhausen stattfindet.


Mit dem Kongress bieten wir eine Plattform, um sich über den aktuellen Stand und die Gelingensbedingungen der Inklusion zu informieren, um Anregungen für den Unterricht zu erhalten, aber auch, um Probleme, Kritik und Sorgen zum Ausdruck zu bringen.

Wir freuen uns daher über die Mitwirkung der vielen Expertinnen und Experten, die in zahlreichen Foren und an Infoständen die vielfältigen Aspekte der Inklusion thematisieren werden. Nach Schulministerin Sylvia Löhrmann, die den Kongress mit einem Vortrag über den aktuellen Stand in NRW eröffnen wird, wird Prof. Dr. Matthias von Saldern das zweite Hauptreferat des Tages halten.

Mehr Infos und Anmeldung unter:

http://www.gew-nrw.de/index.php?id=2336

Das Programm

09.00 Uhr
Anreise / Anmeldung / Stehcafé
Musikalischer Auftakt

Moderation: Stefan Werding, Westfälische Nachrichten

09.30 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
Dorothea Schäfer, Vorsitzende der GEW NRW

Dr. Ilka Hoffmann, GEW-Hauptvorstand, Leiterin des Organsationsbereichs Schule
Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des DGB

09.45 Uhr
Zum aktuellen Stand der Inklusion in Nordrhein-Westfalen
Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung Nordrhein-Westfalen

10.30 Uhr

Inklusion als Chance: Anmerkungen zur Defizitorientierung in der Inklusiondebatte
Prof. Dr. Matthias von Saldern, Leuphana Universität Lüneburg

11.15 Uhr Kaffeepause

11.30 Uhr Foren I

13.00 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Foren II

15.30 Uhr Kaffeepause

15.45 Uhr Gesellschaftliche Bedeutung inklusiver Bildung: Inklusionstalk mit: Norbert Killewald, Beauftragter der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen in NRW; Christina Marx, Aktion Mensch; Dr. Karl-Heinz Imhäuser, Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft; Dorothea Schäfer, Vorsitzende der GEW NRW; Andreas Meyer-Lauber, Vorsitzender DGB Bezirk NRW

16.45 Uhr Ausklang bei Kaffee und Kuchen und musikalischer Begleitung


DGB-Mai-Kundgebung in Bochum

GEW-Bundesvorsitzende kommt nach Bochum

Der 1. Mai 2014 steht für den DGB unter dem Motto "Gute Arbeit - soziales Europa". Unter dieser Losung mobilisieren die örtlichen Gewerkschaften in den Betrieben und laden die Menschen der Stadt zur gemeinsamen Kundgebung ein. Für die Gewerkschaften ist der Tag der Arbeit in diesem Jahr sowohl Grund zur Freude, weil sich jahrelange Kampf um die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes endlich realisiert und die ersten Tarifrunden des Jahres erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Gleichzeitig bleiben noch viele Aufgaben zu bewältigen Nicht zuletzt die anstehenden Europa-Wahlen bilden für den DGB große Herausforderungen, um den Forderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit und gute Arbeit Nachdruck zu verleihen. Als besondere Gäste werden in diesem Jahr die neu- oder wieder gewählten Betriebsräte erwartet. Für die DGB Stadtverbandsvorsitzende Eva Kerkemeier soll der 1. Mai 2014 ein Tag gemeinsamen Feierns und eine Kundgebung aktiver Gewerkschaften in der Stadt Bochum werden. Selbstverständlich werden die Gewerkschaften die Maiveranstaltungen auch dazu nutzen zu den anstehenden Kommunalwahlen und zur Europa-Wahl am 25.5.2014 aufzurufen und den Starttermin für die im Herbst beginnenden Wahlen für neue Jugendvertretungen auszurufen.

Wir laden alle Bochumer herzlich ein. Der Demonstrationszug wird eingestimmt vom Musikkorps der BOGESTRA und beginnt um 10:15 Uhr am Bergbaumuseum. Motorradfahrer starten um 10:15 Uhr vom Parkplatz Fachhochschule, Lennershofstr. 140. Mit einem Mai-Pin oder einer Mai-Nelke ist die Fahrt auf allen BOGESTRA-Linien im Stadtgebiet Bochum kostenfrei.

Um 11.00 Uhr beginnt die Kundgebung auf dem Rathausplatz. Hauptrednerin ist Marlis Tepe, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Musikalisch wird das Familienfest von Crazy Bones eröffnet. Über 30 Vereine/Verbände sind auf dem Platz; es werden neben Informationen, Speisen und Getränke angeboten. Ein vielfältiges Kinderprogramm ist vorhanden.


Veranstaltungshinweis: Samstag, 26. April 2014, 9.15-18.30 Uhr

Unterwegs auf den Spuren der Journalistin, Frauenrechtlerin und Demokratin Franziska Anneke

„Wohlstand, Freiheit und Bildung für alle“

in Kooperation mit der VHS Hattingen:

Mit dieser besonderen Bustour begeben wir uns auf die Spuren von Mathilde Franziska Anneke (1817-1884), eine der berühmtesten Schriftstellerinnen und Frauenrechtlerinnen ihrer Zeit, geboren in Hiddinghausen (heute Sprockhövel). In Amerika als Mitbegründerin der amerikanischen Frauenbewegung hochgeschätzt, ist die mutige und engagierte Herausgeberin der ersten deutschen Frauenzeitung bei uns fast vergessen. Ihr Leben und Wirken war geprägt durch die freiheitlich-demokratischen Bestrebungen der Revolution von 1848/49, die Zeit der Frühindustrialisierung und die Anfänge der Frauenbewegung. Namhafte Persönlichkeiten zählten zu ihrem Bekanntenkreis bis hin zu Marx und Engels, Carl Schurz, Emma und Georg Herwegh. Mit kurzen Lesungen aus Originaltexten und kleinen szenischen Auftritten. Gelegenheit für Mittagsimbiss und Kaffeetrinken. In Kooperation mit dem Förderverein der VHS Hattingen, VHS Bochum, Arbeit und Leben - Regionalbüro Wuppertal, Historisches Zentrum Wuppertal, GESCHICHTE GESTALTEN und dem Gleichstellungsbüro Sprockhövel. Treff: Bushaltestelle Niedersprockhövel Kirche (Kirchplatz) TN-Gebühr: ca. 30,00 Euro Leistungen: Busfahrt, Führungen, Eintritt Historisches Zentrum Wuppertal Leitung: Elke Brychta, Dr. phil. Wilfried Korngiebel, Susanne Slobodzian, M.A.

Anmeldung bei der vhs Hattingen, Tel. (02324) 204-3511/12/13, www.vhs-hattingen.de


UmFAIRteilen? Jetzt erst recht!

Workshop am 15. März


ermäßigte Karten im GEW-Büro

GEW Bochum lädt ins Varite etc.

Der GEW Stadtverband Bochum freut sich sehr, KollegInnen und Kollegen zu einem besonderen Ereignis - abseits vom stressigen Schulalltag - einladen zu können!

Wir wollen gemeinsam mit Euch einen aufregenden Abend im „Varieté et cetera“ verbringen. Die GEW kann ein begrenztes Kontingent von Tickets der Preisgruppe B zum stark vergünstigten Preis für die Show „Wallis Revüh“ anbieten!

PREIS: 21€ (Preisgruppe B)

TERMIN: Donnerstag, 3. April 2014 , Beginn: 20 Uhr

ORT: Varieté et cetera, Herner Str. 299, 44809 Bochum

Wegen des begrenzten Kontingents an Tickets bitten wir Euch um eine möglichst schnelle und verbindliche Rückmeldung (Kontakt s. Briefkopf, auch über den AB), damit wir für Euch und Eure Begleitung reservieren können!

Die Tickets können ab dem 10.03.14 in der Geschäftsstelle abgeholt werden. Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen!!!


Einladung Varite etc

Veranstaltungshinweis: Mitbestimmung bei Einstellungen, Bochum am Montag, den 12. Mai 2014, 9.00 bis 16.30 Uhr.

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Trotz Allem: 22. Februar 2014 ab 15:00 Uhr im Veranstaltungssaal des Gewerkschaftshauses in Witten

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17. Februar 2014, 17.00 Uhr, in der  IFAK (Engelsburgerstr. 168)

EINLADUNG ZUR JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG

THEMEN:

* Jahresrückblick Diskussion: Die Arbeit des GEW StV Bochum auf dem Prüfstand

* GAST: Joyce Abebrese (Referentin Tarifpolitik, GEW NRW): Zum aktuellen Stnad der Tarifverhandlungen

Der Vorstand des Stadtverbands Bochum freut sich auf eine rege Teilnahme!


Wirtschaftsinteressen in der Bildung

 

VERANSTALTUNG: Mit Dollarzeichen in den Augen?

Die Bildungspolitik wird zunehmend ökonomischen Interessen unterworfen. Die Aufgabe, der Wirtschaft MitarbeiterInnen zu liefern, verdrängt das Bildungsideal. Unter den Beschäftigten aber gibt es immer mehr SkeptikernInnen. Es gilt die Frage: Wie weit geht diese gesellschaftliche Tendenz, wo ist sie schon Realität

Dr. Matthias Burchardt (Humanwissens. Fakultät der Uni Köln) fragt in seinem Vortrag, wie Reformen zustande kommen und ob es identifizierbare Interessen gibt, die einer umfassenden Bildung im Wege stehen.

Termin: 11. Februar, 18:00 Uhr, Bhf.Langendreer (studio 108)


Montag, den 24. 02. 2014 um 19.30 Uhr in die Schule am Haus Langendreer

Unterstützen statt Fördern?

Mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 gelten nicht nur neue Begrifflichkeiten, sondern auch neue Rahmenbedingungen, die zu Veränderungen in der Schullandschaft in Bochum führen werden.Viele SonderpädagogInnen fragen sich, wo sie in Zukunft arbeitenwerden und wie ihre Tätigkeit aussehen wird. Diese Fragestellungen wollen wir gemeinsam mit Herrn Reinhard Leben und Herrn Peter Heck vom Schulamt Bochum diskutieren. Wir laden einam Montag, den 24. 02. 2014 um 19.30 Uhr in die Schule am Haus Langendreer LWL Förderschule, Förderschwerpunkt körperliche und motorische EntwicklungHauptstr. 157 / Am Leithenhaus, 44892 Bochum


Samstag, 15. März 2014

1. Angestelltentag im Bezirk Arnsberg

Der 1. Angestelltentag bietet Information, Beratung und Austausch für Angestellte.
Fünf verschiedene Arbeitsgruppen bieten Informationen zur Rente, Krankheit und Gesundheit, Beratung für befristete Beschäftigungen, zusätzliche Altersvorsorge und rechtlich andere Regelungen für tarifbeschäftigte Lehrkräfte und Schulsozialarbeit als bei BeamtInnen.
Mehr Infos demnächst...


Einladung: Wege in den Ruhestand für Angestellte am 14.10. im Bhf. L'dreer, 18:00

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Großdemonstration für mehr Gerechtigkeit

Bündnis UmFAIRteilen am 14.09. in Bochum

Trotz des schlechten Wetters kamen nach Schätzung des Bochumer Bündnisses für Arbeit und soziale Gerechtigkeit 12.000 Menschen zur UmFAIRteilen-Demo am 14. September nach Bochum. Ziel war es das Thema „UmFAIRteilen“ am Wochenende vor der Bundestagswahl nachdrücklich in die öffentliche Debatte zu bringen. Das ist gelungen.

Die Demonstration fand in Form eines Sternmarsches statt: vor dem Schauspielhaus, dem Bahnhof und dem Jahrhunderthaus wiesen Vertreter von Gewerkschaften und Sozialverbänden mit Nachdruck auf das Thema ‚soziale Gerechtigkeit’ hin. Begleitet wurden diese von vielfältigen Kulturangeboten aus unterschiedlichen Bereichen.

Beeindruckend waren die bunten Demonstrationszüge und vor allem die organisierten Treffen auf dem Bochumer Innenstadtring. Zeitgenau um 13.00 Uhr trafen die drei Demonstrationszüge vor dem Bochumer Bergbaumuseum ein, wo sie von der Gruppe „Chupa Cabras“ begrüßt wurden. Durch das Programm führte die WDR-Moderatorin Regina Volz. Jochen Marquardt, Sprecher des Bochumer Bündnisses wies in seiner Begrüßung auf die Notwendigkeit eines Kurswechsels in der Politik hin.

Dr. Ulrich Schneider (Paritätischer Gesamtverband) betonte in seiner Rede auch, dass die ungerechte Bezahlsituation der Lehrkräfte ein Ende haben müsse. Einig waren sich alle Redner (Özlem Demirel/DIDF und Ver.di-Chef Frank Bsirske) in ihren Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit und der Wiedereinführung der Vermögenssteuer sowie der Erhebung einer Vermögensabgabe der Reichsten im Land. Das „letzte“ Wort hatte wie bei den Mitternachtsspitzen der Kabarettist Wilfried Schmickler, der die Situation in der Bundesrepublik auf gewohnte Weise bissig und scharf kommentierte.

Der große Erfolg der Demonstration und der Kundgebung motiviert das Bochumer Bündnis zum Weitermachen. Im kommenden Jahr stehen erneut wichtige Wahlen an. In NRW werden die Kommunalparlamente gewählt und die Wähler werden zur Wahl des Europaparlaments an die Urnen gerufen. Der Kampf um gerechte Lebensbedingungen wird also weiter gehen.

Text und Foto: Jochen Bauer

 

 


UmFAIRteilen in Bochum

Treff und Parkmöglichkeiten für GEW-Mitglieder

UmFAIRteilen: Auf zum Sternmarsch am 14.9.!

Wir treffen uns um 11.00 an der GEW-Geschäftsstelle, Alte Hattinger Straße 19. Um 11.15 gehen wir gemeinsam zum Start des Sternmarsches am Schauspielhaus, der uns zur Abschlusskundgebung am Bergbau-Museum mit Frank Bsirske (ver.di), Dr. Ulrich Schneider (Der Paritätische Gesamtverband) und Özlem Alev Demirel (DIDF) führen wird.


Veranstaltungstip: DGB/VHS Stiftung Arbeit und Leben

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Samstag, den 8. Juni 2013, 10:00 - 17:30 Uhr ver.di - Haus Bochum

UmFAIRteilen Regionalkongress

Die Kampagne UmFAIRteilen hat es geschafft, das Thema Verteilungsungerechtigkeit stärker in das öffentliche Bewusstsein zu bringen. Eine überwältigende gesellschaftliche Mehrheit unterstützt die Forderung nach mehr Verteilungsgerechtigkeit.

Es ist vor allem gelungen, umFAIRteilen als politisch realisierbare Forderung darzustellen. Immer mehr Menschen lassen sich nicht länger ideologisch verblenden und lassen sich nicht länger erzählen, dass Wirtschaftsprozesse von anonymem Märkten und Akteuren bestimmt werden. Sie wissen, wer Entscheidungen trifft, wer davon profitiert und wer Opfer ist.

Programm und Anmeldeformular hier

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mit Sebastian Krebs und Helmut Hermes

Jahreshauptversammlung GEW StV Bochum

Termin: 27. Mai, 17 – ca. 19.00 Uhr

Ort: Herbert-Siebold-Haus (IFAK), Engelsburger Str. 168, 44793 Bochum

  • Rechenschaftsbericht des GEW StV Bochum
  • Aussprache und Information u.a. zu den Themen Inklusion, Kampagnenarbeit und Streik, länger gemeinsam lernen

 

Gäste:

Sebastian Krebes (stellv. Landesvorsitzender GEW NRW)

Helmut Hermes  (Leitung Referat A)



Treffpunkt dieses Mal im GEW Büro Bochum

TREFFEN AK ANGESTELLTE AM 04. JUNI

Der AK Angestellte lädt zum nächsten Treffen ein. Treffpunkt wird dieses Mal das GEW Büro Bochum sein.
Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Zeit: Dienstag, 4. Juni 2013, 17.00 – 19.00

Ort: GEW-Büro Bochum, Alte Hattinger Str. 17



Geschäftsstelle

GEW StV Bochum

Alte Hattinger Str. 19

44789 Bochum

Tel.  0 23 4 - 43 46 99
Fax  0 23 4 - 94 32 11 4

info[at]gew-bochum.de


Bürozeiten:
Mo-Mi   11-17 Uhr

 

Kontoverbindung
IBAN
DE05 4305 0001 0022 3050 56
Sparkasse Bochum

 

 



Termine

06.09. GEW Hochschulgruppen Stammtisch (fällt aus!)
18.00 Uhr, Absinth

 

09.09. Sommerfest
19 Uhr, im Tanas am Schauspielhaus, Gemeinsames Essen mit Jubilarehrung, Unkostenbeitrag für Mitglieder 15 €, Studierende / Lehramtsanwärter_innen 5 €, Nicht-Mitglieder / Begleitung 25 €, Begrüßungssekt frei, weitere Getränke auf eigene Rechnung, Anmeldung bis 31.08. unter info[at]gew-bochum.de

 

17.09. TTIP-Demo in Köln
12:00 Uhr, Deutzer Werft (Siegburger Straße); Das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit organisiert Busse um 10.00 Uhr am Hauptbahnhof (Wittener Str.) und am ver.di-Haus (Universitätstr.). Die Rückfahrt von Köln ist für 17.00 Uhr geplant. Die Tickets für die Busfahrt kosten 10,00 € (ermäßigt 5,00 €) und können per Email: bochum[at]dgb.de oder per Telefon 0234-687033 reserviert werden.

 

04.10. GEW Hochschulgruppen Stammtisch
18.00 Uhr, Absinth

 

27.10. Pflichten der Eltern – Rechte der Lehrer_innen
9 – 16 Uhr, Fortbildung mit der GEW-Herne in Herne,Teilnahmebeitrag für GEW-Mitglieder 10 €, für Nicht-Mitglieder 20 €,  Anmeldung bis 6.10. unter info[at]gew-bochum.de